Di francesco zieht vor cremonese die notbremse: gandelman fraglich, coulibaly fällt aus
Eusebio Di Francesco steht vor dem Aufeinandertreffen mit Cremonese am Sonntag mit dem Rücken zur Wand. Der Lecce-Coach muss auf Hamza Rafia verzichten – Kreuzband – und bangt nun auch um Max Gandelman. Der Israeli trainierte gestern nur reduziert mit, wie ‚Tuttomercatoweb‘ aus Apulien meldet. Cheick Coulibaly laboriert an einer Oberschenkel-Überlastung, ein Einsatz ist mehr als fraglich. Die Mittelfeldzentrale droht zu kollabieren.
Di francesco plant umbau – dreier- oder viererkette?
„Ich habe im Zentrum noch offene Fragen“, sagte der Coach gestern in der Pressekonferenz. „Für den Rest ist der Kader klar, aber im Mittelfeld muss ich die Lösung finden, die uns am besten in die Zweikämpfe katapultiert.“ Gegen Como hatte er Banda und Cheddira gleichzeitig von Beginn an aufgebott – ein Experiment, das er intern als Fehlkalkulation eingestanden hat. „Ich erwartete eine andere Ausrichtung der Gegner, das hat meine Aufstellung beeinflusst. Die Verantwortung trage ich.“
Die Cremonese kommt mit Manolo Portanova und Emanuel Aiwu in Topform. Vor allem Jamie Vardy bereitet Di Francesco Kopfzerbrechen: „Er attackiert Räume mit einer Geschwindigkeit, die wir nur gemeinsam stoppen können. Wenn wir unsere individuellen Duelle nicht gewinnen, verlieren wir das Spiel.“

Der countdown läuft: kartenverkauf nahe dem limit
Die Tifosi haben verstanden – Via del Mare nähert sich einer Rekordkulisse. 98 Prozent der Tickets sind weg, Stimmung kocht. Di Francesco will diesen Schub nutzen: „Unsere Fans spüren die Brisanz. Wir müssen 100 Minuten lang klug und aggressiv spielen, nicht nur 45.“
Ein Sieg würde Lecce auf Platz zwölf schieben und die Abstiegszone auf fünf Punkte entfernen. Bei einer Niederlage rutscht man bis auf den Relegationsplatz. Die nächsten zehn Spiele entscheiden über die Zukunft des Trainers – und vielleicht über den Klassenerhalt. Di Francesco wirkt bereit, das Risiko einzugehen: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und gewinnen müssen wir.“
