Dhfk leipzig: abstiegskampf – und ein kühner plan für die 2. liga!
Die Luft in Leipzig wird dünner. Der SC DHfK steht vor dem Abgrund, dem möglichen Fall in die 2. Handball-Bundesliga. Nach elf Jahren in der höchsten Spielklasse ist der Super-Gau Realität, und der Sonntag gegen die ehemaligen Meister Füchse Berlin wird vor allem zur Schadensbegrenzung.
Die bittere wahrheit: ein umbruch war nötig
Experten hatten diesen Moment bereits zu Saisonbeginn vorhergesagt, doch in Leipzig wollte man sich lieber Illusionen hingeben. Als die Realität jedoch unerbittlich Einzug hielt, mussten die Köpfe rollen: Trainer Raul Alonso und Sportchef Bastian Roscheck wurden entlassen. Ein Teufelskreis, aus dem man sich mit aller Macht befreien muss. Denn das Torverhältnis könnte am Ende über das Überleben entscheiden – eine zusätzliche Bürde in dieser nervenaufreibenden Situation.

Doppelte planung: bundesliga und 2. liga im blick
Geschäftsführer Karsten Günther zieht keine halben Sachen. „Alles andere wäre unverantwortlich“, so der 44-Jährige, der den Klub einst von der 5. Liga an die Spitze geführt hat. Gemeinsam mit Stefan Kretzschmar, einem ehemaligen Aufsichtsrätsel-Experten, hat er die DHfK wiederbelebt – ein Verein mit einer glorreichen Vergangenheit, der 1966 den Europapokal der Landesmeister gewann.
Und der Plan? Sollte der Abstieg nicht abwendbar sein, soll der direkte Wiederaufstieg das Ziel sein. „Wir wollen der 19. Bundesligist sein“, kündigt Günther mit einem Augenzwinkern an. Ein ambitioniertes Vorhaben, für das ein Etat von 5 Millionen Euro vorgesehen ist – deutlich weniger als die 8,5 Millionen, die in der Bundesliga zur Verfügung standen. Die Quarterback Immobilien Arena mit ihrem Raum für 6000 Zuschauer soll weiterhin die Heimat der DHfK bleiben, wobei die Betreiber dem Verein finanziell unter die Arme greifen wollen.
Die Spieler müssen sich auf Gehaltskürzungen von 20 bis 30 Prozent einstellen, doch Stars wie Torwart Tomas Mrkva, der deutsche Nationalspieler Franz Semper und Kapitän Lukas Binder wollen dem Verein treu bleiben – ein Zeichen des Zusammenhalts in schwierigen Zeiten. Ihre Erfahrung und ihr Können werden entscheidend sein, um den Abstiegskampf zu bestreiten oder, im Falle des Falles, den sofortigen Wiederaufstieg anzustreben. Die Aufgabe ist gewaltig, aber die Entschlossenheit im Team ist spürbar.
Die Partie gegen die Füchse Berlin wird live und kostenlos auf SPORTBILD.de und im Free-TV bei WELT TV übertragen (Anwurf 15 Uhr). Ein Duell, das mehr als nur drei Punkte bedeutet – es geht um Ehre, Stolz und die Zukunft des SC DHfK Leipzig.
