Dfb-team: pavlovic-debakel und kimmich-umzug?

Die Enttäuschung ist greifbar: Nach dem 1:2 gegen Ecuador offenbarte die deutsche Nationalmannschaft erneut alarmierende Schwächen in der Defensive. Während die Fans auf ein starkes Turnier hofften, zeichnet sich ein düsteres Bild ab – und die Frage, wie Julian Nagelsmann das Ruder noch herumreißen kann, wird immer drängender.

Das zentrum versagt: pavlovic im formtief

Vor allem im defensiven Mittelfeld herrscht akuter Handlungsbedarf. Aleksandar Pavlovic, der vielversprechende Bayern-Star, scheint bei diesem Turnier bisher völlig den Faden verloren zu haben. Fehlpässe, Ballverluste und eine erschreckend schwache Zweikampfführung prägten seine Leistungen – ein Auftritt weit entfernt von dem, was man von einem Spieler seiner Klasse erwartet. Es wirkt, als ob der Druck der Nationalmannschaft den jungen Münchner überfordert.

Die Doppelsechs mit Nmecha funktioniert ebenfalls nicht wie erhofft, obwohl dieser zumindest in der Offensive immer wieder Akzente setzen konnte. Doch defensiv offenbart auch er Schwächen, wie der Fehler vor dem 1:1 gegen Ecuador eindrücklich zeigte. Das Duo ist bislang weit entfernt von der Stabilität, die ein Weltklasse-Team benötigt.

Kimmich als rettungsanker?

Kimmich als rettungsanker?

Die Lösung könnte überraschend einfach sein: Wäre es nicht an der Zeit, Joshua Kimmich, den Kapitän und Anführer, ins defensive Zentrum zurückzuholen? Der geborene Regisseur könnte dem DFB-Team genau das verleihen, was es momentan so dringend benötigt – Stabilität, Übersicht und Kontrolle im Zentrum. Kimmich verkörpert die Qualitäten, die im defensiven Mittelfeld schmerzlich fehlen.

Doch es gibt ein großes Fragezeichen: Was soll mit Pavlovic geschehen? Eine Degradierung des Youngsters wäre ein herber Schlag und könnte seine Motivation nachhaltig beeinträchtigen. Nagelsmann scheint hin- und hergerissen zwischen dem Potenzial Pavlovics und der Notwendigkeit, das Team stabilisiert zu sehen.

Es ist ironisch, dass Kimmich, der auf der rechten Abwehrseite aktuell mit schnellen Gegenspielern zu kämpfen hat und immer wieder von Sané defensiv unterstützt werden muss, möglicherweise die Antwort auf die Probleme im Zentrum liefert. Seine Leistungen auf der Außenbahn sind, gelinde gesagt, nicht überzeugend.

Nagelsmann selbst scheint noch nicht vollständig von einer Umpositionierung Kimmichs überzeugt, betonte aber gleichzeitig, dass im Fußball „nichts ausgeschlossen“ werden dürfe. Ob er sich am Ende für einen solchen mutigen Schritt entscheidet, bleibt abzuwarten. Die WM-Vorbereitungen sind noch lange nicht abgeschlossen, und die kommenden Spiele werden zeigen, ob der Bundestrainer bereit ist, seine Pläne zu überdenken und neue Wege zu gehen.

Die Entscheidung von Nagelsmann wird entscheidend sein. Denn die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft bei dieser WM könnte davon abhängen.