Dfb-revolution: neue kaderkostenregel soll finanzwahnsinn stoppen!
- Dfl plant radikalen umbruch: kaderkosten-regel als rettungsanker
- Die uefa als vorbild – aber mit deutschem twist
- Der windhorst-effekt: warnung vor leichtsinnigen millionen
- 70-Prozent-regel: der kader darf nicht aus dem ruder laufen
- 50+1 Gestärkt: langfristige investitionen gefördert
- Harte strafen bei verstößen: punktabzug und transfersperre drohen
- Aktuelle kaderkosten: die meisten klubs im grünen bereich
Dfl plant radikalen umbruch: kaderkosten-regel als rettungsanker
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) steht vor einem entscheidenden Schritt! Neben der Einführung einer U-21-Liga soll auf der kommenden Mitgliederversammlung ein neues Finanzreglement beschlossen werden. Die Geschäftsführer Steffen Merkel und Marc Lenz gelten als treibende Kräfte hinter diesem Vorhaben, das darauf abzielt, nachhaltigeres Wirtschaften in den deutschen Fußballligen zu etablieren. Es geht um mehr als nur Zahlen – es geht um die Zukunft unseres Sports!
Die uefa als vorbild – aber mit deutschem twist
Die geplante Kaderkostenregel orientiert sich grundsätzlich an denFinanznachhaltigkeitsregeln der UEFA. Doch die DFL will es anders machen! Anders als bei der UEFA soll es in Deutschland ein klar definiertes Sanktionssystem geben. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die UEFA-Strafen oft zu gering sind, um Klubs mit unfairen finanziellen Vorteilen wirklich zu bremsen. Denken wir nur an Manchester City oder FC Chelsea…
Der windhorst-effekt: warnung vor leichtsinnigen millionen
Bisher steuert die DFL die Finanzierung über die Liquiditätsbetrachtung und die Eigenkapitalregel. Das hat zwar zu einer gewissen Stabilität geführt, konnte aber nicht verhindern, dass Vereine wie Hertha BSC unter Investor Lars Windhorst ihre Millionen in teure Spieler investierten und die Kaderkosten explodieren ließen. Eine kurzsichtige Politik, die die langfristige Perspektive gefährdete. Auch der FC Schalke 04 lehrte uns eine bittere Lektion.
70-Prozent-regel: der kader darf nicht aus dem ruder laufen
Die Arbeitsgruppe der DFL, bestehend aus Experten wie Anne Baumann (Darmstadt 98) und Florian Hopp (RB Leipzig), schlägt vor, dass Klubs maximal 70 Prozent ihrer sportbezogenen Einnahmen in den Lizenzetat investieren dürfen. Investorenzuschüsse, wie sie beispielsweise von Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim geleistet wurden, werden dabei herausgerechnet. Auch Sponsoringleistungen von Anteilseignern werden genau unter die Lupe genommen.
50+1 Gestärkt: langfristige investitionen gefördert
Neben der finanziellen Stabilität soll die neue Regelung auch langfristige Investitionen, beispielsweise in die Nachwuchsleistungszentren, fördern und die 50+1-Regel stärken. Gesunde Vereine mit hohem Eigenkapital sollen belohnt werden, während Vereine, die gegen die Regeln verstoßen, mit harten Sanktionen rechnen müssen. Ein Schritt in die richtige Richtung für einen fairen Wettbewerb!
Harte strafen bei verstößen: punktabzug und transfersperre drohen
Die DFL plant einen klar definierten Strafenkatalog. Bei Verstößen drohen zunächst Finanzsanktionen, bei wiederholten Verstößen sogar Punktabzug bis hin zu einem Registrierungsverbot neuer Spieler – eine echte Transfersperre! Die Liga will es besser machen als die UEFA und setzt auf klare Konsequenzen. Ab 2027/28 soll die Regelung mit abgeschwächten Sanktionen in Kraft treten, ab 2028/29 dann vollumfänglich.
Aktuelle kaderkosten: die meisten klubs im grünen bereich
Aktuell investieren die deutschen Klubs im Durchschnitt etwa 55 Prozent ihrer Einnahmen in den Lizenzetat. Allerdings kratzen drei bis vier Vereine pro Saison gefährlich an der 70-Prozent-Grenze. Hans-Joachim Watzke forderte bereits sportliche Strafen bei Verstößen gegen die UEFA-Regeln. Die DFL geht nun einen eigenen Weg – für einen nachhaltigen und fairen Fußball in Deutschland!
