Dfb-präsident neuendorf wirft baseball – und feiert deutschen fan-wahnsinn
Boston, Massachusetts – Bernd Neuendorf, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat bei einem der prestigeträchtigsten Baseballspiele der Welt für Aufsehen gesorgt. Im Fenway Park, dem ältesten Stadion der Major League Baseball (MLB), warf der DFB-Chef den traditionellen ersten Ball bei der Begegnung zwischen den Boston Red Sox und den New York Yankees – ein Zeichen der Wertschätzung für den wachsenden deutschen Baseball-Fan-Anteil.

Ein „deutscher abend“ voller begeisterung
Die Einladung der Red Sox kam unerwartet, wie Neuendorf gegenüber Focus online verriet: „Das hat uns natürlich sehr gefreut. Es ist eine große Ehre, hier stehen zu dürfen.“ Vor allem aber freute er sich über die überwältigende Resonanz der deutschen Fans, die mit fast 1000 vergünstigten Tickets und einem speziell angefertigten schwarz-rot-goldenen Shirt die Stimmung anheizten. Eine ausgelassene Fan-Party mit Oktoberfest-Band rundete den „deutschen Abend“ ab.
Die Atmosphäre im Fenway Park war förmlich elektrisch, als Neuendorf mit seinem Wurfarm den Ball zielsicher in die Arme des Catchers beförderte. „Super Deutschland, olé“ hallte durch das Stadion, das ansonsten für seine Begeisterung für American Football bekannt ist. Auch schottische und norwegische Fans hatten bereits im WM-Verlauf für ausgelassene Fußball-Partys beim Baseball gesorgt – ein Beweis dafür, dass die Liebe zum Fußball die Grenzen der Sportarten überwindet.
Neuendorf betonte die Bedeutung der Unterstützung der Fans: „Wir brauchen die Unterstützung, das sieht man auch hier wieder, die Leute freuen sich auf das Spiel.“ Und die Vorfreude ist groß, denn bereits am Montag trifft das DFB-Team in Foxborough, vor den Toren von Boston, auf Paraguay. Ein Duell, das – so hofft Neuendorf – von einem zwölften Mann befeuert wird, der die deutsche Mannschaft zum Sieg führt.
Die Red Sox-Geste, deutsche Fans einzuladen, sei „eine ganz tolle Geste“, so Neuendorf. Die Resonanz zeige, dass der Baseball in Deutschland immer beliebter wird. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Sport nicht nur verbindet, sondern auch kulturelle Brücken schlägt – und dass der DFB-Präsident weiß, wie man diese Brücken nutzt, um die deutsche Fangemeinde zu feiern. Ein Sieg gegen Paraguay wäre der krönende Abschluss dieser unvergesslichen Reise nach Boston.
