Sinner: wimbledon-comeback mit lächeln – nach paris endlich wieder frei!

München – Jannik Sinner, der frischgebackene Wimbledon-Champion, lässt den bitteren Rückschlag von Roland Garros hinter sich und bricht mit einem breiten Grinsen in die Rasensaison auf. Bereits heute steht ein Testspiel auf dem Programm, das die Fans mit Spannung erwarten.

Ein jahr später, ein ganz anderes gefühl

Genau 27 Tage sind es her, seit Sinner in Paris an der körperlichen Grenze tanzte und gegen Juanma Cerundolo eine schmerzhafte Niederlage einstecken musste. Die Enttäuschung war groß, die Fragen laut. Doch die anschließenden Untersuchungen im San Raffaele-Klinikum gaben Entwarnung: Keine strukturellen Probleme, lediglich die Folgen einer extremen Belastung in den Wochen zuvor. Der lange Marsch durch Indian Wells und Rom, mit fünf gewonnenen Masters 1000-Titeln in Folge, hatte seinen Tribut gefordert.

Und jetzt? Jetzt scheint die Last der Erwartungen von seinen Schultern gefallen zu sein. Sinner hat bewusst auf Turniervorbereitungen verzichtet, schloss sich an die Tradition von Borg und Djokovic an und nutzte die Zeit, um sich in Monte Carlo und London zu fokussieren. Die Entscheidung, die er nach der französischen Open bereits getroffen hatte, wurde durch das frühe Aus nur noch verstärkt. Ein intensives Trainingsprogramm wurde durch mondäne Auftritte, wie das Gucci-Gala-Dinner, unterbrochen – ein Zeichen dafür, dass der Italiener nicht nur auf den Tennisplatz, sondern auch in die Welt des Luxus zurückkehrt.

Hurlingham club: der rasen ruft

Hurlingham club: der rasen ruft

Heute erwartet Sinner im Hurlingham Club ein Testspiel gegen den Briten Cameron Norrie, den Halbfinalisten von Wimbledon 2022. Das prestigeträchtige Turnier, das seit 32 Jahren von der königlichen Familie unterstützt wird und von Armani gesponsert wird, dient als idealer Auftakt zur Rasensaison. Das Programm ist flexibel, und Sinner wird voraussichtlich gegen 15:30 Uhr auf den Platz steigen – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Das Wichtigste: Sinner scheint nicht nur körperlich, sondern auch mental gestärkt zu sein. Sein Statement vor dem Spiel deutet auf eine tiefe Verbundenheit mit dem heiligen Rasen von Wimbledon hin: “Für mich wird es ein aufregender Moment sein, das Centre Court zu eröffnen. Die Atmosphäre ist einzigartig, anders als alles andere, was man auf Tennisplätzen erleben kann.”

Obwohl es sich um ein Exhibition handelt, ist eines gewiss: Niemand wird auf dem Rasen des Hurlingham Club einen Zentimeter einbüßen wollen. Der Ruf des Tempels des Tennis ist zu verlockend. Die Vorfreude auf Wimbledon ist groß, und Sinner scheint bereit, seine Regentschaft auf dem Centre Court zu verteidigen.