Dfb-pokal: kuriositäten und ungleichgewichte in der auslosung

Ungewöhnliche muster im dfb-pokal-viertelfinale

Bayer Leverkusen scheint im DFB-Pokal von Glück gesegnet zu sein. Zum sechsten Mal in zehn Jahren stehen die Werkself im Viertelfinale, und zum sechsten Mal dürfen sie das Spiel im eigenen Stadion austragen. Im Gegensatz dazu muss der SC Freiburg, wie so oft, auswärts ran. Die Auslosungen der letzten zehn Jahre offenbaren einige bemerkenswerte und durchaus kuriosen Regelmäßigkeiten.

Leverkusens heimvorteil: eine beeindruckende serie

Leverkusens heimvorteil: eine beeindruckende serie

Seit der Saison 2015/16 hat Bayer Leverkusen in jedem Viertelfinale, in dem sie vertreten waren, das Heimrecht genossen. Das ist eine Bilanz von sechs von sechs Heimspielen! Ein klarer Vorteil, der nicht zu unterschätzen ist. Diese Konstanz ist bemerkenswert und wirft Fragen nach der Zufälligkeit der Auslosungen auf. Es ist ein Faktor, der ihren Erfolg im Wettbewerb begünstigt haben könnte.

Auswärtsschancen: wer profitiert wirklich?

Auswärtsschancen: wer profitiert wirklich?

Auch Werder Bremen weist eine interessante Statistik auf: Sechs Mal waren sie im Viertelfinale, jedoch immer auswärts. Obwohl das nicht unbedingt negativ aussehen muss – statistisch gesehen haben Auswärtsteams in 21 von 40 Viertelfinalspielen seit 2015 gewonnen – gibt es einen besonderen Aspekt zu beachten. Vereine aus der 3. Liga und darunter erhalten automatisch Heimrecht, wenn sie auf Teams aus der 2. Bundesliga oder der Bundesliga treffen.

Die rolle des heimrechts für kleinere vereine

Die rolle des heimrechts für kleinere vereine

Insgesamt gab es in den 40 betrachteten Duellen sechs Fälle, in denen eine Mannschaft aus der 3. Liga oder darunter Heimrecht hatte. Dazu gehörte beispielsweise das Spiel zwischen Arminia Bielefeld und Werder Bremen in der vergangenen Saison, das Bielefeld gewann. Auch Bayer Leverkusen musste in diesem Fall auswärts antreten. Diese Regelung bietet kleineren Vereinen eine bessere Chance, gegen etablierte Bundesligisten anzutreten.

Weitere interessante beobachtungen

Weitere interessante beobachtungen

Auch Eintracht Frankfurt sticht mit einer ungewöhnlichen Bilanz hervor. Die Hessen hatten viermal Heimrecht im Viertelfinale und haben jedes Mal das Halbfinale erreicht. Interessanterweise gewannen sie von ihren Halbfinalspielen nur sieben von 20 Spielen als Heimteam. Diese Statistik zeigt, dass der Heimvorteil im Pokal nicht immer entscheidend ist.

Statistik: heim- und auswärtsspiele im überblick

Statistik: heim- und auswärtsspiele im überblick

VereinViertelfinale (davon Heimspiel)Halbfinale (davon Heimspiel)
FC Bayern München7 (4)5 (3)
Bayer Leverkusen6 (6)4 (2)
RB Leipzig6 (3)5 (1)
Werder Bremen6 (0)3 (2)

Fazit: zufall oder system?

Fazit: zufall oder system?

Die Auslosungen im DFB-Pokal scheinen nicht nur vom Zufall geprägt zu sein. Bestimmte Vereine, wie Bayer Leverkusen, profitieren wiederholt von günstigen Umständen. Die Regelung zum Heimrecht für kleinere Vereine trägt ebenfalls dazu bei, dass das Turnier spannender und unvorhersehbarer wird. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Muster auch in Zukunft fortsetzen werden.