Dfb-frauen vor showdown: wm-ticket gegen norwegen, doch halb stuttgart fehlt
Freitag, 20:35 Uhr – der Countdown läuft. Ein Sieg und Deutschland bucht den Flug nach Brasilien 2027. Ein Punkt und die Rechnung wird zur Kopfrechnung. Die DFB-Frauen treffen in Essen auf Norwegen, und Christian Wück muss sein Team ohne drei Stammkräfte aufstellen. Die gute Nachricht: Auch die Gäste reisen ohne ihre Superstars an – Ada Hegerberg bleibt zu Hause.
Die personal-lücke klafft tiefer als der fjord
Kapitänin Giulia Gwinn fehlt mit Muskelbündelriss, Franziska Kett laboriert an einer Syndesmose, Janina Minge sitzt nach Roter Karte in der Kabine. Torhüterin Ann-Katrin Berger stemmte zwar das Training mit Schutzpolster, doch ihre Bauchprellung nagt an jedem Sprung. Wück muss hinten neu erfinden – vorne aber lacht der Plan: das 4:0 im Hinspiel in Oslo war ein Vorgeschmack.
Die Norwegerinnen? Sie tragen ihre eigene Verletzungsliste wie einen Mantel. Hegerberg, Hansen, Maanum – alles Namen, die sonst Angst einflößen. Trainer Martin Sjögren setzt jetzt auf junge Tempodribbler wie Therese Åsland, die in der Toppserien bereits 15 Scorerpunkte sammelte. Die Frage bleibt: reicht das, um die deutsche Maschine zu stoppen?

Wo und wie ihr live dabei seid
ARD überträgt live und kostenlos – wer streamt, schaltet auf sportschau.de ein. Parallel liefert Sport1.de und die App einen rasanten Liveticker mit Heatmaps, Sprintstatistiken und Stimmen aus dem Mixed Zone. Anpfiff 20:35 Uhr, Aufwärmen beginnt 19:40 Uhr; wer früh einschaltet, erlebt vielleicht die Entscheidung über Bergers Einsatz live mit.
Die Stimmung im Stadion wird kochen – 17.000 Tickets sind weg, Restbestände gibt es nur noch an der Abendkasse. Die Fans wissen: Erst Slowenien folgt am Dienstag, aber wer gegen Norwegen nicht liefert, darf sich in Koper keine Rechenfehler erlauben. Die Qualifikation ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr, seit sich Europa in der Frauenfußball-Welt neu sortiert.
Am Ende zählt nur das Ergebnis. Wück wird seine Not-Abwehr kurz instruieren, dann lautet die Devise: Druck aufbauen, frühes Tor, Norwegens Rückstand größer als ihr Selbstvertrauen. In der Kabine hängt ein Zettel: „Flugplan Brasilien – Abflug erst nach Sieg.“ Keine Frage, kein Zurück. Nur noch 90 Minuten, dann wissen wir, ob der Koffer gepackt wird.
