Acosta: ktm-unsicherheit nach dominantem ungarn-training!
Ein Blitzlichtgewitter in Balatonfured: Pedro Acosta, der frischgebackene MotoGP-Youngster, präsentierte sich im Abschlusstraining zum Großen Preis von Ungarn in beeindruckender Form. Vier Zehntausendstel Vorsprung auf den Zweitplatzierten – eine klare Ansage auf einer anspruchsvollen, kurzen Strecke. Doch statt überschäumender Freude offenbarte Acosta eine tiefe Besorgnis, die weit über den reinen Rennausgang hinausgeht.

Die zweifel nagen nach mugello
Die Freude über den Trainingserfolg trügt. Acosta, sichtlich frustriert, sprach von einem Rätsel, das ihn seit Mugello beschäftigt. „Es ist sehr kompliziert zu verstehen, warum wir letzte Woche so schlecht waren“, erklärte er. „Es macht keinen Sinn, dass wir heute so gut sind und letzte Woche so gelitten haben.“ Die Diskrepanz lässt ihn an der Leistungsfähigkeit seines KTM-Renners zweifeln und fordert Antworten vom Werksteam.
Der junge Spanier scheint auch die Ambitionen von Marc Márquez und Franco Morbidelli (Bezzecchi) nicht zu unterschätzen. Er beobachtet aufmerksam, wie sich die Konkurrenz entwickelt und warnt vor einer Unterschätzung der Ducati- und Aprilia-Konkurrenz. „Im Moment sind wir nicht in der Position, an einen Sieg zu denken“, räumte Acosta offen ein.
Ein Problem der Stabilität Acosta betonte, dass die Instabilität der Maschine sein Hauptproblem darstellt, insbesondere beim Bremsen. „Hier fehlt mir ehrlich gesagt die Stabilität, die ich dringend benötige“, so der MotoGP-Neuling. Der Umstand, dass er im Vergleich zu anderen Teams wie Ducati und Aprilia scheinbar eine stabilere Basis hat, tröstet ihn wenig, wenn die Performance so stark schwankt. Das Problem manifestierte sich nach einer Änderung an der Maschine. „Es ist etwas, das ich hoffe, dass sie morgen lösen können.“
Die Erinnerung an das letztjährige Rennen in Ungarn schmerzt noch. Acosta stürzte in der ersten Runde der Q2, verlor wertvolle Zeit und konnte sich letztendlich nicht für den Kampf um die vorderen Positionen qualifizieren. „Ich werde versuchen, diesen Fehler nicht zu wiederholen“, versprach er. „Ich glaube, dass ich hier schon mal sehr nah am Sieg dran war, aber das Startproblem hat mich aufgehalten.“
Die Frage, ob Acosta seine Ziele für die Saison – ein stabiles Ergebnis – erreichen kann, hängt maßgeblich von der Lösung der technischen Probleme ab. „Wenn wir das Problem mit der Instabilität beheben, können wir eine gute Basis haben“, so Acosta. „Aber ich verstehe immer noch nicht, warum wir letzte Woche so schlecht waren.“
Die Worte des jungen Talents sind ein Weckruf für KTM. Acosta ist hungrig nach Erfolg, aber er braucht ein zuverlässiges Paket, um seine Ambitionen zu verwirklichen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das österreichische Team seine Hausaufgaben macht und Acosta den Weg zum Titel ebnet. Sein Unbehagen ist ein deutliches Signal: In der MotoGP-Welt ist nichts so, wie es scheint.
