Dfb-frauen starten wm-jagd: dresden wird zur falle für slowenien

Dresden ist kein Schauplatz, sondern eine Falle. Um 17.45 Uhr rollt im Rudolf-Harbig-Stadion der Ball, und für Christian Wück gibt es keine Testphase mehr – nur noch Sieg oder Stille.

Die Qualifikation zur WM 2027 in Brasilien beginnt mit einem Schlagerspiel gegen Slowenien, das laut FIFA-Rangliste 25 Plätze hinter Deutschland liegt. Die Zahlen täuschen. Wück warnt vor dem Tiefschlaf der Favoriten: „Wir sind in der Gruppe natürlich Favorit. Aber gegen Norwegen, Slowenien und Österreich muss man erst einmal gewinnen.“

Ausfälle zwingen wück zum umdenken

Klara Bühl fällt mit Muskelfaserriss aus, Lena Oberdorf, Alara Şehitler und weitere Leistungsträgerinnen sitzen in der Reha. Carlotta Wamser spart nicht mit Pathos: „Nichts zählt außer einem Sieg. Mit der Einstellung gehen wir da rein.“ Die 22-Jährige soll rechts hinten starten und ihre Sprintwerte aus der Bundesliga (33,2 km/h Spitze) in die Offensive tragen.

Die ARD überträgt live, doch die Quote interessiert Wück nicht. Er schaut auf die Tabelle. Gruppensieger fährt direkt nach Brasilien, Platz zwei und drei droht Play-off-Poker. Der Druck ist längst kein Thema mehr, er ist Realität.

Sloweniens trainer pfeift auf die rangliste

Sloweniens trainer pfeift auf die rangliste

Saša Kolman reist mit einer 4-2-3-1-Formation an, die in den letzten fünf Länderspielen nur zwei Gegentore kassierte. Sein Credo: „W werden sie attackieren. Wie viel Deutschland uns erlaubt, ist eine andere Frage.“ Das klingt nach Pokal, nicht nach Quali. Genau das macht das Spiel brandgefährlich.

Die Statistik? Deutschland gewann alle drei bisherigen Duelle, Torverhältnis 11:0. Doch die letzte Begegnung liegt vier Jahre zurück. Seitdem hat sich Slowenien mit Siegen gegen Belgien und die Schweiz in Liga B festgebissen. Der DFB-Torwart rechnet mit Schüssen aus 16 Metern, nicht mit Schönwetterfußball.

17.45 Uhr, Flutlicht an, Erwartungen an. Dresden wird zur Startpistole für eine sieben Monate lange Jagd. Wer heute stolpert, darf im Sommer 2027 zuhause bleiben. Punkt.