City klopft bei nmecha an: bvb fordert 70 mio. für rückkehr ins etihad-luxusgetriebe
Manchester City will den Jungen, den sie einst ziehen ließen, jetzt zurück – und muss dafür die Rekordsumme springen lassen, die Borussia Dortmund für Felix Nmecha aufruft: 70 Millionen Euro. Das erfuhr Sky aus Beraterkreisen. Die Skyblues bereiten offenbar einen Sommer-Coup vor, der den 25-jährigen Hamburger ins zweite Mannschaftsleben bei den Englischen Meistern katapultiert – und den BVB-Kader entzaubert.
Kovacs maschine soll platt gemacht werden
Seit Niko Kovac im Sommer die Dortmunder Kabine übernahm, ist Nmecha dessen Fixpunkt: 34 Pflichtspiele, fünf Treffer, drei Vorlagen – keine einzige Minute Pause. Ein Sechser, der sich in die Box schiebt, der Ballgewinne zum Konter zündet und dabei die 1,96 m-Statur nutzt, um Standards zu entscheiden. Kovac nennt ihn „meinen Ruhepol“, Sportdirektor Sebastian Kehl „nicht verkäuflich“. Doch das ist ein Lippenbekenntnis, das in der Strohhalmen-Villa am Rhein nicht lange hält, wenn die Kasse klingelt.
Denn der BVB hat Mathematik gelernt. 30 Millionen Ablöse zahlte man 2023 an Wolfsburg – in zwei Jahren fast verdoppelt. Die 70-Millionen-Marke entspricht dem modernen Marktwert, liegt aber noch unter den 100 Millionen, die Declan Rice oder Moises Caicedo kosteten. Ein Schnäppchen also für City, die nach Rodris Kreuzband-Odyssee auf Position Six nachböden. Pep Guardiola schwärmt intern von Nmechas „progressiven Ballmitnahme“; der Spieler selbst liebäugelt mit einem zweiten Versuch in der Premier League, nachdem er 2019 als Rohdiamant unbeachtet blieb.

Der berater ist schon längst verhandelt
Die Kontaktaufnahme lief über ROOF, die Agentur, die auch Kai Havertz betreut. Erste Gespräche fanden Anfang Februar statt, parallel lief aber auch das Verlängerungsangebot der Borussia: Gehalt auf acht Millionen plus Boni, Freigabeklausel ab 2027. Kehl will die Entscheidung vor der EM, um bei einem Verkauf noch Ersatz verpflichten zu können. Intern kursieren Namen wie Enzo Le Fée (Rom) oder Arthur Vermeeren (Royal Antwerp), doch keiner vereint Nmechas Physis und Vorwärtsdrang.
Für den Spieler selbst ist es die Frage nach der Identität. Bleibe ich Identifikationsfigur im Revier, wo Fans neue Lieder für mich erfinden? Oder folge ich dem Ruf des Geldes und des Titels, wo ich endlich neben De Bruyne und Foden in die Champions-League-Kanone greife? Seine Familie wohnt noch immer in Hamburg; eine Rückkehr nach England wäre auch Heimkehr. Die Mutter, eine ehemalige Leichtathletik-Bundestrainerin, bestärkt ihn, „die Karriere nie nach dem Geld, sondern nach der Entwicklung“ beurteilt zu haben. Bei City würde er lernen, wie man 60 Spiele auf höchstem Niveau managt – und sich neben Rodri und Stones täglich verbessert.
Bvb-fans bangen um ihr mittelfeld-herz
Die Schwarz-Gelben haben schon Haaland, Sancho und Bellingham ziehen lassen – nie war der Abschied so kurz vor dem erhofften Titel. Denn die Meisterschaft ist greifbar, das Achtelfinale gegen Inter im März die nächste Hürde. Verliert man jetzt den „Kampfhund“, wie ihn die Südkurve taufte, bröckelt die Balance. Die Alternative: 70 Millionen plus Mateo Kovacic im Tausch, ein Deal, den City in ersten Sondierungen andeutete. Doch Kovac will kein Altmetall, er will frisches Blut.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Nmecha im Sommer das Heathrow-Visum zückt, liegt laut interner BVB-Statistik bei 55 Prozent – Tendenz steigend. Denn die Klausel, die ihn bis 2028 bindet, ist nur ein Stück Papier, wenn der Spieler nicht unterschreibt. Und wenn City die 70 Millionen auf den Tisch legt, wird der Vorstand tagen – ohne Emotionen, nur mit dem Taschenrechner in der Hand. Dann steht Nmecha vor der Flugzeug-Treppe, einmal Schwarz-Gelb, dann Himmelblau – und der BVB muss wieder von vorn beginnen.
Die Deadline tickt: Entscheidung bis 30. Juni, sonst steigt die Ablöse auf 85 Millionen. Ein Satz, der in Dortmund niemanden kalt lässt – außer vielleicht dem Bankberater von Felix Nmecha.
