Dfb-abwehr entlarvt: schweizer demontage zeigt tiefere risse
00:33 Uhr, Ende der Partie in Basel – und die deutsche Defensive steht gedemütigt da. 3:5 lautet der Ruf aus der Schweiz, doch die Zahlen lügen nicht: 17 Gegentore in den letzten fünf Länderspielen. Ein Wert, der selbst in Amateurligen für Aufregung sorgt.

Klaus schäfer: „das macht einem angst“
Die TV-Kameras hatten den Moment festgehalten, als Antonio Rüdiger nach dem Abpfiff mit leeren Augen vor sich hin starrte. Kommentator Klaus Schäfer brach es aus: „Wenn man sieht, wie die Viererkette beim zweiten und dritten Gegentor auseinanderfällt, das macht einem Angst. Nicht wegen diesem Spiel – wegen der Tendenz.“
Tendenz heißt: Kein Spiel seit der WM 2022 ohne mindestens zwei kassierte Treffer. Hansi Flick hatte nach der Partie von „kleinen Umstellungen“ gesprochen. Kleine Umstellungen? Die Statistik spricht von großen Löchern. Jonathan Tah verlor 70 % seiner Zweikämpfe, Thilo Kehrer wurde beim dritten Gegentor vor dem eigenen Strafraum ausgespielt wie ein U17-Spieler.
Was niemand laut sagt: Der DFB verpasste erneut den Bau einer neuen Abwehridentität. Niklas Süle fehlt die Pace, Nico Schlotterbeck die Konstanz. Und David Raum? Der Linksverteidiger lief 11,2 km – aber 70 % davon in die gegnerische Hälfte. Balance sieht anders aus.
Die Schweizer hatten drei Konter nach deutschen Ecken. Resultat: zwei Treffer. Die Videoanalyse dürfte 25 Minuten dauern, die interne Folge womöglich 25 Tage. Denn am 8. Juni wartet Italien im EM-Eröffnungsspiel – und die Squadra Azzurra liest diese Zahlen mit Genugtuung.
Fazit: Wer hinten offen steht, gewinnt keine Titel. Die deutsche Abwehr ist kein Bauchgefühl mehr, sie ist ein Beweisstück für systematische Planungslücken. Die Uhr tickt. Noch 71 Tage bis zur EM. Und die Gegner ticken auf.
