Deutschlands fußball-frauen fegen norwegen mit 4:0 vom platz – wm-ticket rückt näher
Stavanger war ein Spaziergang. Nach nur 18 Minuten hatte Elisa Senß den Ball schon im Netz, die norwegischen Löwinnen standen mit offenem Mund da. 90 Minuten später leuchtete die Anzeigetafel: 0:4. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat den nächsten Gegner deklassiert und sich damit einen großen Schritt Richtung WM 2027 in Brasilien gesichert.
Kunstrasen, hegerberg, 13.000 zuschauer – alles egal
Der Kunstrasen in Stavanger galt als Trumpf der Norweger, Ada Hegerberg als gefährliche Waffe. Beide wurden entwaffnet. Bereits in der siebten Minute hätte Vivien Endemann nachlegen können, doch der Pfosten verhinderte das 0:2. Kein Problem. Kurz vor der Pause schlugen die DFB-Frauen zweimal zu: Carlotta Wamser und Endemann erhöhten auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel machte Jule Brand mit einem eiskalten Konter den Deckel drauf.
Die Zahlen lügen nicht: 14 Tore in zwei Spielen, null Gegentor, Tabellenplatz eins in Gruppe A4. Bundestrainer Christian Wück wechselte nach dem 5:0 gegen Slowenien dreimal – und sein Plan ging auf. Nicole Anyomi als neue Spitze, Janina Minge und Carlotta Wamser frisch im Mittelfeld. Das System bliet stabil, die Chancenausbeute brutal effizient.

Nächster härtetest: österreich wartet
Am 14. und 18. April geht es gegen Österreich in Nürnberg und Ried. Die Österreicherinnen haben bisher keinen Punkt, dafür aber viel Selbstvertrauen nach dem Erreichen der EM 2025. Für Deutschland zählt nur der Gruppensieg, denn nur der garantiert das Ticket für Brasilien. Die Marschroute ist klar: sechs Punkte, keine Gnade.
Ann-Katrin Berger hielt auch diesmal, wenn’s brenzlig wurde. Nach ihrer Augenbehandlung in der ersten Hälfte stand sie wie eine Mauer. Und Jella Veit? Die 20-Jährige kam in der 69. Minute – ihr Länderspieldebüt. Ein neues Gesicht, ein neues Versprechen.
Die deutsche Mannschaft ist jung, hungrig und spielt Fußball, der Lust macht. Norwegen war nur ein Zwischenstopp – Brasilien wird das Ziel sein.
