Deutschland demütigt österreich: wm-qualifikation in stichfragen!

Ein Schock für den österreichischen Fußball: Die Frauen-Nationalmannschaft erlebte gegen Deutschland eine bittere 1:5-Niederlage im dritten Qualifikationsspiel zur Weltmeisterschaft. Die Schriebl-Elf steht vor einer enormen Herausforderung, wenn es am Samstag in Ried um Wiedergutmachung geht.

Die lehren aus der demütigung

Die deutsche Mannschaft demonstrierte eindrucksvoll ihre Überlegenheit und festigte mit dem klaren Sieg ihre Position in der Gruppe A4. Für Österreich war es bereits die achte Niederlage im direkten Duell gegen den WM-Zweiten von 2023. Alexander Schriebl, der ÖFB-Teamchef, bezeichnete die Leistung seiner Mannschaft als „sehr ärgerlich“ und forderte eine schnelle Reaktion.

Vor allem im Spiel mit dem Ball offenbarten die Österreicherinnen deutliche Schwächen, besonders vor der Pause. Während die Deutschen sich zwar schwer taten, Chancen zu kreieren, zeigten sie eine beeindruckende Effizienz, insbesondere bei Standardsituationen. Zwei Gegentore fielen nach Eckbällen – ein deutliches Zeichen für die Defensivprobleme der Schriebl-Elf.

Kapitänin Sarah Puntigam räumte ein, dass ihre Mannschaft den Ball zu schnell verloren habe, sobald sie ihn erobert hatte. „Wir waren nicht gut genug.“ Diese Aussage spiegelt die allgemeine Stimmung im Team wider, das mit zahlreichen Ausfällen zu kämpfen hat. Sarah Zadrazil, Marie-Therese Höbinger, Lilli Purtscheller und Katharina Naschenweng fehlen der Mannschaft – ein herber Verlust für die Qualität des Kaders.

Ried als chance zur revanche

Ried als chance zur revanche

Am kommenden Samstag bietet sich in Ried die Gelegenheit zur Revanche. Die deutsche Mannschaft, die bereits vier Spiele in Folge gewonnen hat, will ihren nächsten Schritt Richtung direktes WM-Ticket machen. Doch auch die Österreicherinnen wollen vor heimischer Kulisse zeigen, dass die Niederlage in Nürnberg eine Ausnahme war.

„Es ist wichtig, den Kopf so schnell wie möglich freizubekommen“, betonte Schriebl. Die Atmosphäre in Ried wird zwar nicht mit der in Nürnberg mithalten können, aber die Unterstützung der Fans soll den Spielerinnen zusätzlichen Schub geben.

Melanie Brunnthaler betonte, dass die Deutschen ihre Position als Weltklassetruppe unter Beweis gestellt hätten. Ein Torverhältnis von 14:1 nach drei Spielen unterstreicht diese These. Sie nutzen ihre Chancen, während die Österreicherinnen es verpassen, ihre Umschaltsituationen zu nutzen.

Eileen Campbell analysierte: „In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen die Struktur verloren, unseren Plan nicht mehr so konsequent umgesetzt.“ Auch Torfrau Mariella El Sherif stimmte zu: „Gegen ein Topteam wird jeder kleine Fehler bestraft.“

Ein Lichtblick war der erste Länderspieltreffer von Chiara D'Angelo, der zumindest ein wenig Hoffnung gab. Auch die Debüts von Louise Schöffel und Naika Raissner wurden als positiv bewertet. Schriebl betonte, dass es wichtig sei, den Kader zu verbreitern und jungen Spielerinnen die Chance zu geben, Erfahrungen gegen Top-Gegner zu sammeln.

Die Aufgabe ist klar: Die österreichische Mannschaft muss sich in der Defensive stabilisieren und im Angriff entschlossener agieren. Nur so kann es am Samstag in Ried eine bessere Leistung geben. Der Druck ist hoch, aber die Spielerinnen haben noch die Möglichkeit, den Turnaround zu schaffen. Der Salzburger Teamchef bleibt optimistisch, auch wenn die kommenden Aufgaben alles andere als einfach werden.

Die nächste Chance zur Punkteausbeute liegt vor uns. Ob das für den ersten Erfolg in der laufenden Qualifikation reicht, wird sich zeigen. Die deutsche Effizienz und die österreichischen Defensivschwächen stehen dabei im krassen Gegensatz zueinander.