Deutsche olympia-teilnehmer: so knapp an den medaillen vorbei

Deutschland sammelt bittere vierte plätze in mailand und cortina

Mailand/Cortina d’Ampezzo – Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind für das deutsche Team bisher von einer ungewöhnlich hohen Anzahl an vierten Plätzen geprägt. Diese Position, die gemeinhin als „undankbar“ bezeichnet wird, schmerzt besonders. Denn sie bedeutet eine Top-Leistung, die jedoch ohne die erhoffteMedaille bleibt. Bis zum späten Donnerstagabend mussten sich elf deutsche Athletinnen und Athleten mit dem undankbaren vierten Rang begnügen.

Die “blechkönige” – ein trauriger rekord

Die “blechkönige” – ein trauriger rekord

Keine andere Nation konnte bisher so viele vierte Plätze verzeichnen wie Deutschland. Die Medien bezeichnen das Team bereits als “Blechkönige”. Der Abstand zu den Medaillen ist minimal, doch am Ende reicht es nicht. Diese Erfahrung ist für die Athleten besonders frustrierend, da sie so nah am Erfolg waren. Die Enttäuschung ist groß, aber die Leistung sollte dennoch gewürdigt werden.

Biathlon besonders betroffen

Biathlon besonders betroffen

Besonders hart getroffen hat es die Biathleten. Vanessa Voigt verpasste im Einzel und mit der Staffel jeweils knapp die Medaille. Auch die Herren-Staffel musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Das sind gleich drei “Holz”-Medaille für den Biathlon-Bereich. Die hohen Erwartungen an diese Disziplin konnten somit nicht erfüllt werden.

Skispringen und weitere disziplinen

Auch die Skispringer blieben ohne Medaille, verpassten im Mixed Team und im Super Team knapp das Podest. Selbst Philipp Raimund, der gefeierte Normalschanzen-Olympiasieger, wurde zweimal Vierter. Darüber hinaus erwischte es die Frauen-Staffel im Langlauf, Snowboarderin Annika Morgan im Slopestyle und Tatjana Paller im Skibergsteigen.

Auch im rodeln und skeleton bittere pillen

Selbst im sogenannten „Goldkanal“ von Cortina gab es zahlreiche vierte Plätze. Die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Florian Müller, Hannah Neise im Skeleton und Lisa Buckwitz im Monobob mussten sich mit dem undankbaren Rang zufriedengeben. Die breite Streuung der vierten Plätze zeigt, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt, sondern um ein generelles Phänomen bei diesen Olympischen Spielen.

Nicht nur deutschland betroffen

Raimund und Voigt sind jedoch nicht allein. Auch andere Athleten aus verschiedenen Nationen mussten sich mit dem vierten Platz begnügen. Der polnische Eisschnellläufer Damian Zurek (500/1000 m) und die britische Freestyle-Skifahrerin Kirsty Muir (Slopestyle/Big Air) sammelten ebenfalls zwei vierte Plätze. Immerhin gab es in der Frauen-Abfahrt sogar zweimal den vierten Platz in einem einzigen Wettkampf: Jacqueline Wiles (USA) und Cornelia Hütter (Österreich) teilten sich den undankbaren Rang.

Ein rückblick auf die statistik

NationAnzahl vierte Plätze
Deutschland11
Norwegen9
Italien8
Schweiz8