Deutsche nhl-stars versagen in entscheidender nacht – seiders albtraum nach 3:1-führung
Kurz nach Mitternacht flimmerte
die Anzeige in Detroit: 3:4 nach Verlängerung. Moritz Seider schleppte sich von der Bande, die Schultern gesunken, die Klinge seines Stocks zitterte. In der Nacht zum Donnerstag haben Deutschlands bester Verteidiger und Nationaltorwart Philipp Grubauer ihre Klubs im Playoff-Kampf nicht retten können. Die Folge: Ein K.o., der weit über zwei Niederlagen hinausweist.
Detroit baut 3:1-serie gegen vegas in fünf minuten komplett ab
Die Red Wings dominierten 40 Minuten lang die Golden Knights, Seider legte das 2:1 vor, die Little Caesars Arena tobte. Dann schalteten die Gastgeber einen Gang zurück – und Vegas dankte es mit zwei späten Treffern. In der Overtime brauchte Mark Stone nur 2:11 Minuten, um Seider und Co. endgültig zu zerstören. Detroit verspielt damit zwei wertvolle Punkte im Kampf um die Atlantic-Top-3, bleibt aber dank 77 Zählern vor den Playoff-Rängen.
Grubauer bekam in St. Louis weniger Spektakel, dafür mehr Frustration. Die Kraken lagen 0:2 zurück, kamen noch heran, kassierten aber 97 Sekunden vor Ultimo den 2:3-Endstand. Seattle bleibt bei 67 Punkten, muss im Westen weiter zittern. Die Nacht war also ein Déjà-vu: Deutsche Stars, engagierte Auftritte, am Ende leere Hände.
Das bitterste Detail für Seider: Sein Assist zum 2:1 war seine 28. Scorerpunkte-Saison, eine persönliche Bestmarke – und gleichzeitig wertlos, weil die Wings die Zähler verschenkten. Trainer Derek Lalonde sprach von „einem Lernprozess“, doch in der NHL zählt nur das Endergebnis. Die Playoffs rücken näher, die Luft wird dünner. Für Grubauer und Seider heißt es nun: Nächste Chance, nächste Nacht – nächster Herzinfarkt.
