Deutsche em-jugend glänzt, paller und hösch weit vom podium

Shahdaq, 6. März 2026. Während der deutsche Nachwuchs bei der Skibergsteiger-EM in Aserbaidschan weiter Goldmedaillen sammelt als wären es Souvenirs, lief es für die Erwachsenen am dritten Wettkampftag deutlich ernüchternder. Tatjana Paller und Finn Hösch verpassten auf der Langdistanz das Podium nicht knapp – sie verpassten es deutlich.

Paller und hösch ohne chance auf die medaillen

Paller belegte Rang neun. Fast sieben Minuten fehlten ihr auf das Podium, auf Europameisterin Giulia Murada aus Italien sogar über acht. Das sind keine Abstände, die man mit einem Formtief erklärt – das ist die aktuelle Realität zwischen der deutschen Spitze und der europäischen Elite. Silber holte die Schweizer Sprint-Olympiasiegerin Marianne Fatton, Bronze die Italienerin Alba De Silvestro. Ein Podium ganz in Alpenfarben.

Hösch kam auf Rang 20, knapp 14 Minuten hinter Sieger Remi Bonnet aus der Schweiz. Der Eidgenosse ließ auch seinen Landsmann Thomas Bussard hinter sich, Bronze ging an den Österreicher Johannes Lohfeyer. Für Hösch war es ein Tag zum Vergessen – einen Tag nach dem Mixed-Bronze mit Paller.

Helena euringer: drei goldmedaillen in drei tagen

Helena euringer: drei goldmedaillen in drei tagen

Dann der Kontrast, der alles in ein anderes Licht rückt. Helena Euringer gewann ihre dritte Goldmedaille bei dieser EM – alle drei im U20-Bereich. Sprint, Mixed-Staffel, Einzelrennen. Das ist kein Zufall, das ist Dominanz. Wer so eine Woche hinlegt, wird in einigen Jahren nicht mehr in der Juniorenklasse laufen.

Auch Silas Walter krönte sich zum U20-Europameister auf der Langdistanz. Er setzte sich vor Teamkollege Moritz Bauregger durch, der bereits Sprint-Bronze und Mixed-Gold in der Tasche hatte. Zwei Deutsche auf den ersten zwei Plätzen – die Zukunft des deutschen Skibergsteigens trägt gerade Wettkampfnummern in Aserbaidschan.

Sonntag folgt der vertical, der letzte akt

Sonntag folgt der vertical, der letzte akt

Die EM endet am Sonntag mit dem Vertical-Wettbewerb. Für Paller und Hösch bietet sich eine letzte Gelegenheit, die Langdistanz-Enttäuschung zu korrigieren. Der Nachwuchs dagegen hat seine Botschaft längst gesendet: Dieser Jahrgang kommt.