Deschamps' wm-comeback: stars stehen geschlossen hinter dem trainer!

Ein privates Drama, eine verpasstes Gruppenspiel, und doch: Frankreichs Fußballstars demonstrieren unmissverständliche Loyalität gegenüber ihrem Coach Didier Deschamps. Nach dem Tod seiner Mutter kehrte der 57-Jährige zurück ins Teamcamp in den USA, wo er von seinen Spielern mit offenen Armen empfangen wurde – und nun alles daran setzen will, um ihm den Rücken freizuhalten.

Rabiot: "wir wollen ihm etwas trost geben"

Die Nachricht vom Tod der Mutter Deschamps traf die Mannschaft wie ein Schock, so Adrien Rabiot. "Es ist nicht einfach, unter solchen Umständen zu trauern“, gestand der Mittelfeldspieler. Doch statt den Fokus auf die Tragödie zu legen, schlossen sich die Franzosen um ihren Trainer, der nach 14 Jahren an der Spitze des französischen Nationalteams dieses Turnier als seinen letzten betreuen wird. Die Unterstützung ist spürbar: "Wir werden versuchen, ihm etwas Trost und neuen Mut zu geben“, betonte Rabiot.

Deschamps selbst scheint sich in die Arbeit flüchten zu wollen. "Es ist gut, den Kopf beschäftigt zu haben. Ich habe meine Arbeit wieder aufgenommen“, erklärte er, nachdem er zur Beisetzung seiner Mutter nach Frankreich gereist war. Er versucht, die Trauer hinter sich zu lassen, um die Mannschaft nicht zu belasten – eine Aufgabe, die angesichts der bevorstehenden K.o.-Phase eine enorme mentale Stärke erfordert.

Keine selbstüberschätzung trotz selbstvertrauen

Keine selbstüberschätzung trotz selbstvertrauen

Frankreich startet mit drei Siegen im Rücken ins Sechzehntelfinale gegen Schweden. Doch Deschamps warnt vor Selbstüberschätzung. "Wir haben Selbstvertrauen, aber keine Selbstüberschätzung“, mahnte er. "Schweden hat nichts zu verlieren und kann uns Probleme bereiten. Wir müssen einen seriösen Auftritt zeigen.“ Die K.o.-Phase beginnt für den Weltmeister von 2018 quasi von Null – eine neue Herausforderung, bei der die mentale Stärke ebenso wichtig ist wie die fußballerische Klasse.

Verletzungsbedingte Ausfälle schmälern Deschamps' Auswahl zusätzlich: Marcus Thuram und N'Golo Kanté fallen verletzungsbedingt aus. Doch die Mannschaft scheint bereit, diese Herausforderung anzunehmen und Deschamps einen würdigen Abschied zu bereiten. Die Vorfreude auf das Spiel gegen Schweden ist groß – ein Duell, das zweifellos für Spannung sorgen wird.