Delgado: neues leben auf zwei rädern – tour der kontinente beginnt!

Pedro Delgado, der legendäre spanische Radrennfahrer, hängt nicht an den Haken. Stattdessen tauscht er das gestresste Peloton gegen ein neues Abenteuer: den „Tour der Kontinente“. Eine Reise, die Neugier, Entdeckungslust und die unbändige Liebe zum Radfahren in den Mittelpunkt stellt – weit entfernt von der harten Konkurrenz der Profoszene.

Die idee hinter dem tour der kontinente

Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Reise kam Delgado vor vielen Jahren, genauer gesagt vor etwa 15 Jahren, von einem alten Freund, Gustavo Cuervo, der ihn einst als Fahrer auf seinen Motorrad-Aufnahmen begleitet hatte. Cuervo organisierte damals schon Touren mit Motorrädern, und schlug Delgado vor, das Gleiche mit Fahrrädern zu tun. Damals fand Delgado die Idee zu anstrengend, aber jetzt, unterstützt durch die sozialen Medien und die Reiselust vieler Fans, hat er sich davon überzeugen lassen, sein Glück zu versuchen.

Die erste Etappe führt auf dem bekannten Jakobsweg von León nach Santiago de Compostela. „Das ist für viele Spanier eine gängige Route“, erklärt Delgado, „aber wir richten sie auch auf ein internationales Publikum aus. Nordamerikaner, Radsportbegeisterte, die eine unvergessliche Erfahrung machen wollen – das ist unser Ziel.“ Neben dem Jakobsweg plant Delgado weitere spektakuläre Routen, darunter eine Reise durch den Salar de Uyuni in Bolivien und eine Tour rund um den Kilimandscharo. Dabei setzt er auf Orte, die ihn persönlich faszinieren und die ihm sein Freund Gustavo ans Herz gelegt hat.

Die Priorität liegt auf dem Erlebnis, nicht auf dem sportlichen Wettkampf. „Es geht um das Reisen, die Neugier und die Gemeinschaft“, betont Delgado. Die Gruppe soll klein bleiben, maximal 10 bis 15 Personen, um eine persönliche Atmosphäre zu gewährleisten und Freundschaften zu schließen.

Kilimandscharo mit e-bike – und die zukunft des spanischen radsports

Kilimandscharo mit e-bike – und die zukunft des spanischen radsports

Delgado weist darauf hin, dass die Tour auf dem Kilimandscharo mit E-Bikes absolviert werden soll, um sicherzustellen, dass alle Teilnehmer die Herausforderung meistern können. „Es geht darum, dass die Leute Spaß haben und die Landschaft genießen können“, sagt er.

Im Hinblick auf die aktuelle Profiszene äußert Delgado seine Einschätzung zum jungen spanischen Talent Seixas: „Ich glaube, er wird im Peloton dabei sein, aber ob er es auf das Podest schafft, ist fraglich. Es ist schwierig, ihn dort zu sehen.“ Er betont die Bedeutung von Stress und Druck, um die Konkurrenz zu fordern, und sieht in Paula Blasi, einer jungen Fahrerin, großes Potenzial. „Sie fährt gut in allen Disziplinen und hat viel Spaß – es ist gut möglich, dass sie in den nächsten Jahren eine Tour de France gewinnt.“

Delgado kritisiert den aktuellen Zustand des spanischen Radsports: „Wir sind weit entfernt von dem, was wir früher hatten. Es fehlt uns ein herausragender Fahrer, der die Rennen dominiert.“ Dennoch sieht er in Juan Ayuso ein vielversprechendes Talent, der möglicherweise in der Lage sein wird, um die vorderen Plätze zu kämpfen. „Ayuso ist unsere beste Hoffnung für den Erfolg im Tour de France.“

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