Neuer bestätigt nach wm-aus gegen paraguay: das war mein letztes spiel für deutschland
Es ist vorbei. Manuel Neuer hat nach dem bitteren Ausscheiden gegen Paraguay im Sechzehntelfinale der WM 2026 endgültig den Schlusspunkt unter seine Nationalmannschaftskarriere gesetzt. Der 40-jährige Torhüter bestätigte in der ARD, dass das dramatische 3:4 im Elfmeterschießen gegen die Südamerikaner sein 128. und letztes Länderspiel für Deutschland war.
Ein comeback mit bitterem ende
Neuer hatte eigentlich bereits nach der EM 2024 in Deutschland Abschied genommen. Doch die Faszination WM, die Sehnsucht nach den großen Bühnen und vielleicht auch das Bedürfnis, noch einmal dabei zu sein, trieben ihn zurück. Für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko kehrte er zurück, verdrängte Oliver Baumann, der zuvor in der Qualifikation zwischen den Pfosten gestanden hatte, wieder auf die Bank.
Das Experiment endete im Sechzehntelfinale vorzeitig. Gegen Paraguay reichten 120 Minuten nicht, im Elfmeterschießen versagten die Nerven. Für Neuer persönlich war es dennoch ein emotionaler Abschluss einer Ära, die 2009 begann und mit dem WM-Titel 2014 ihren Höhepunkt fand.

Platz fünf in der ewigen liste – hinter legenden
Mit seinen 128 Einsätzen reiht sich der Bayern-Keeper in illustre Gesellschaft ein. In der ewigen DFB-Rangliste liegt er nun auf dem fünften Platz, dahinter nur noch Lothar Matthäus (150 Spiele), Miroslav Klose (137), Thomas Müller (131) und Lukas Podolski (130). Alle diese Namen sind Weltmeister – wie Neuer.
Die Frage, wer nun die Nachfolge antritt, drängt sich auf. Oliver Baumann ist mit 35 Jahren selbst nicht mehr der Jüngste, doch er könnte als Übergangslösung dienen. Marc-André ter Stegen wartet seit Jahren auf seine Chance, während Alexander Nübel oder andere Talente im Hintergrund lauern.

Kimmich bleibt – und schwört sich ein
Während Neuer geht, bleibt ein anderer alter Hase. Joshua Kimmich, mittlerweile 31 Jahre alt und Kapitän der Mannschaft, schloss einen Rücktritt kategorisch aus. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist: aufgeben“, sagte er nach dem Ausscheiden. Er wird nun zum Anführer einer neuen Generation, die bis zur EM 2028 in Großbritannien und Irland Form finden muss.
Neuer hinterlässt ein Vakuum. Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. 17 Jahre lang prägte er das DFB-Tor, wurde zum Symbol einer Ära, in der Deutschland Weltmeister wurde. Seine Handschuhe werden schwer zu füllen sein.
