Del piero enthüllt: abschied von juventus war ein magischer moment

Alessandro Del Piero, die Legende des italienischen Fußballs, hat im Rahmen des „Festival della Serie A“ in Parma bewegende Einblicke in seine Karriere und seine Zeit bei Juventus Turin gewährt. Der ehemalige Kapitän offenbarte, wie er sich in seinem Abschiedsspiel fühlte und sprach über die Bedeutung des WM-Siegs von 2006.

Ein abschied, der sich von selbst ergab

Der Teatro Regio in Parma verwandelte sich für einen Abend in eine riesige Fankurve, als Del Piero auf der Bühne erschien. Umgeben von den Trikots, die seine Karriere prägten – Juventus und die italienische Nationalmannschaft – erinnerte sich der „Piero“ an die 19 Jahre, die er in schwarz-weiß verbrachte. Von der Champions League bis zum spontanen Abschied im Mai 2012 im Allianz Stadium waren es Momente, die für immer in Erinnerung bleiben.

„Ich erinnere mich an eine Vielzahl von Emotionen“, gestand Del Piero. „Die Freude über den gewonnenen Scudetto, aber auch ein besonderes Gefühl während der letzten Jahre, nachdem wir uns von einer schwierigen Phase erholt hatten. Dieser Tag war natürlich, wir feierten den Scudetto und dann entschied ich mich, eine Runde zu laufen. Zuerst wollte ich das nicht, da es der Tag der Scudetto-Feier war, aber ich wurde von der unglaublichen Liebe des Publikums gerufen.“

Die wm 2006: ein triumph der mentalität

Die wm 2006: ein triumph der mentalität

Del Piero blickte auch auf die WM 2006 zurück, ein Turnier, das für Italien in Deutschland endete mit dem Titelgewinn. „Ich hatte plötzlich Dinge aus der Vergangenheit vor Augen, deren Bedeutung ich nicht verstand. Ich dachte: Wie viele Menschen werden mich sehen? Zwei Millionen? Was soll passieren, wenn ich einen Elfmeter verfehle? Ich habe versucht, die Situation zu entschärfen. Es ist ein absurder Moment, man bereitet sich vor, aber der Elfmeter ist alles mentale Stärke. Die Nervosität kann dich vernichten. Wir waren bei der WM 2006 perfekt.“

Die Magie der Trikots und die Wertschätzung für Rivalen

Del Piero betonte, dass er nicht „magisch“ an Trikots gebunden sei, sondern sie als Zeichen besonderer Begegnungen sammle. „Ich tausche sie mit Spielern wie Maldini, Zidane, Ronaldo und Ronaldinho. Es ist eine Möglichkeit, etwas Besonderes zu verewigen. Ich habe oft Inspiration bei meinen Gegnern gesucht.“ Er erwähnte seine besondere Verbindung zu Francesco Totti, dessen Karriere Ähnlichkeiten mit seiner eigenen aufwies. Der Ballon d'Or fehle ihm nicht, so Del Piero, „ich bin in guter Gesellschaft derer, die ihn nicht gewonnen haben.“

Die zukunft von juventus: ein neuer abschnitt

Die zukunft von juventus: ein neuer abschnitt

Aktuell stehe Juventus vor einer Herausforderung, so Del Piero. „Es ist ein komplizierter Moment, man muss einen Schlussstrich ziehen.“ Er drückte seine Unterstützung für die Mannschaft aus: „Forza Juve!“, rief er. Obwohl er selbst derzeit keine offizielle Rolle bei Juventus innehat, betonte er seinen engen Bezug zur Familie Agnelli und zu den Fans. „Das Affekt und die Erwartungen, die mir entgegengebracht werden, dürfen kein Druck sein.“ Er respektiert die Arbeit der aktuellen Verantwortlichen und glaubt, dass jeder seinen Beitrag leisten muss. „Man kann nicht urteilen, wenn man nicht von innen drin ist.“

Der Como Calcio und die AS Rom haben in dieser Saison beeindruckt, so Del Piero, und gezeigt, dass auch andere Klubs in der Serie A auf dem Vormarsch sind. Doch Juventus bleibt Juventus, ein Verein mit einer stolzen Geschichte und einer großen Zukunft – auch wenn der Weg dorthin noch einige Anstrengungen erfordern wird.