Werth dominiert in balve: 19. meistertitel perfekt!

Balve – Isabell Werth hat bei den Deutschen Dressurmeisterschaften in Balve einmal mehr Geschichte geschrieben. Die 56-jährige Rekord-Olympiasiegerin sicherte sich mit ihrem Erfolgspferd Wendy ihren 19. deutschen Meistertitel, eine Leistung, die in der Sportwelt ihresgleichen sucht. Die Konkurrenz? Sie selbst.

Ein triumph der kontinuität und klasse

Schon im Special am Samstag zeigte Werth, dass sie in balve zu keiner Verfügung stand. Mit 81,510 Prozentpunkten ließ sie die anderen Starter hinter sich und demonstrierte ihre unerreichte Klasse. Selbst ihre Zweitbesteuerung mit Viva Old, die knapp gegen Frederic Wandres und sein Olympiapferd Bluetooth siegte, unterstrich ihre Dominanz. Wandres, der als Teil der deutschen Gold-Equipe von vor zwei Jahren antrat, errang mit 77,686 Prozentpunkten den Silberrang – ein beachtliches Ergebnis, angesichts der herausragenden Leistung von Werth.

Charlott-Maria Schürmann mit Dante’s Pearl komplettierte das Podium mit 76,431 Prozentpunkten. Werth erreichte mit Viva Gold 77,823 Prozent, was zeigt, wie konstant ihr Leistungsniveau ist. Die Erinnerung an ihren ersten Triumph 1991 in Münster wirkt wie eine ferne Erinnerung, doch die Leidenschaft und das Können, das sie in Balve unter Beweis stellte, sind ungebrochen.

Blick voraus: wm-casting und die kür am sonntag

Blick voraus: wm-casting und die kür am sonntag

Für Bundestrainerin Monica Theodorescu ist Werths Leistung im WM-Casting ein deutliches Zeichen. Werth steht nun ganz oben in der Liste der potenziellen Kandidatinnen für die Weltmeisterschaft. Das Turnier in Balve ist einer der wichtigsten Sichtungstermine vor dem prestigeträchtigen Turnier in Aachen (11. bis 23. August), und Werth scheint bereit zu sein, ihre beeindruckende Form dort fortzusetzen.

Am Sonntag könnte Werth ihre beeindruckende Bilanz mit dem Sieg in der Kür, einem Highlight mit freier Choreografie und Musikwahl (10.45 Uhr), weiter ausbauen. Interessant ist, dass Werth im vergangenen Jahr nach ihrem Sieg im Special auf einen weiteren Start ihres Goldpferdes verzichtete – eine Entscheidung, die ihre strategische Intelligenz unterstreicht. Ob sie diesmal erneut auf einen weiteren Start verzichtet, bleibt abzuwarten. Die Frage ist nicht, ob Werth dominiert, sondern wie deutlich sie ihre Gegner abschütteln wird.