Defekte schuhe? ihr körper schickt hilfessignale!
Ein Riss im Schuhfutter am Fersenbereich – wer kennt es nicht? Doch Osteopathin Laura Lomar hat eine überraschende Erklärung: Oftmals liegt es nicht am Schuh selbst, sondern an unserer Körperhaltung und Biomechanik!
Der schuh als spiegelbild ihrer bewegungsmuster
Die gängige Annahme, dass häufiges Training oder minderwertiges Material für abgenutzte Schuhe verantwortlich sind, wird von Lomar vehement zurückgewiesen. „Wenn immer wieder die gleiche Stelle im Schuh reißt, insbesondere im Futterbereich an der Ferse, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass etwas mit Ihrer Art zu gehen nicht stimmt“, erklärt sie in einem aufschlussreichen Video auf ihren Social-Media-Kanälen.
Es ist ein Mythos, den viele teilen, aber die Realität ist komplexer. Lomar entlarvt die simple Erklärung, dass es nur an der Art und Weise liegt, wie man seine Schuhe auszieht, und räumt ein: „Och, wäre das doch so einfach!“ Der Schuh, so die Expertin, „deckt lediglich auf“, was bereits länger im Körper vor sich geht.

Was bedeutet ein riss im schuh wirklich?
Ein permanenter Riss an derselben Stelle, nämlich am Innenfutter der Ferse, wo sich der Achillessehne anlehnt, ist laut Lomar eine „Fußabdruck Ihrer Art zu gehen, eine Art Signatur Ihres Körpers.“ Sie betont, dass dies auf verschiedene Probleme hindeuten kann: „Rückwärtsbeugung, ausgeprägte Pronation oder eine empfindliche Achillessehne – all dies kann sich in einem solchen Riss manifestieren.“
Es ist ein Warnsignal, das unser Körper uns sendet, oft übersehen oder ignoriert. Doch wie kann man diesem Signal Rechnung tragen und das Problem beheben? Lomar rät zu einer Kombination aus gezielter Bewegung, Aktivierung der Muskulatur und der Wahl passenden Schuhwerks. „Mit etwas Bewegung, gezielter Aktivierung und dem richtigen Schuhwerk kann sich das schnell ändern“, so ihre Empfehlung. Es geht darum, der Ursache auf den Grund zu gehen, statt nur das Symptom – den abgenutzten Schuh – zu bekämpfen.

Die lösung: mehr bewegung und der passende schuh
Die gute Nachricht: Es gibt keinen Grund zur Panik. Mit einer bewussten Auseinandersetzung mit der eigenen Körperhaltung und einer Anpassung des Schuhwerks kann man dem Problem entgegenwirken. Es ist ein Zeichen dafür, dass der Körper etwas signalisiert, und es liegt an uns, ihm zuzuhören und entsprechend zu handeln. Statt sich auf billige Lösungen zu verlassen, sollten wir in unsere Gesundheit investieren und uns um eine professionelle Analyse unserer Biomechanik kümmern. Denn ein kaputter Schuh ist oft nur das Spiegelbild eines tiefer liegenden Problems.
