De winter löscht esposito und bonny aus – vom supercopa-sündenbock zum derby-held
Koni De Winter trat
im Derby dorthin, wo ihn Inter-Fans noch vor Wochen vermutet hatten: in den Abgrund. Stattdessen versenkte er Pio Esposito und Bonny im San-Siro-Nebel, riss die Zweikampfstatistik an sich und schickte Milan mit erhobenem Kopf nach Hause. Die Wende ist so spektakulär wie seine Weihnachts-Panne, als er Hojlund wie einen Lehrling aussehen ließ und die Supercopa verschenkte.Von turin nach mailand: die unglaubliche odyssee des belgischen verteidigers
Die Geschichte beginnt nicht in der Fashion-Hauptstadt, sondern in einem Streit zwischen Juventus und Zulte Waregem. Leali-Leihe, Eiswürfel in den Verhandlungsraum, fertig. Cherubini flog heimlich nach Antwerpen, setzte sich bei den Eltern an den Küchentisch und kehrte mit einem 16-Jährigen zurück, der links spielen sollte, obwohl er selbstInnenverteidiger wollte. Bonatti schob ihn endlich in die Mitte – und plötzlich explodierte die Karriere.
Bei Milan nahm dieselbe Sequenz erneut Fahrt auf: Bank, Ernüchterung, zwei Fehlspiele, dann die Max-Allegri-Predigt. Kein Schuldvorwurf, nur ein Satz: „Weiterarbeiten.“ Tare schob Nachhilfe, De Winter schaltete den Selbstschutz-Modus aus, und die Zweikampfquote kletterte auf 78 Prozent. Wer jetzt fragt, warum Esposito im Derby wie angekettet aussah, kennt die Antwort: De Winter trat ihm den Ball aus der Seele, noch bevor der Gedanke reifte.

Nächster halt: belgien-startelf – und milan kann gabbia warten lassen
Die Roten Devils testen in Atlanta und Chicago, Debast fällt aus, Theate und Mechele sind angeschlagen. Durchreise erlaubt. Roberto Martinez notiert den Namen, der seit Monaten nur am Rande auftauchte. Für Milan bedeutet das: Gabbia darf genesen, Pioli kann rotieren, und De Winter spielt weiter – links, rechts, zentral, egal. Drei Positionen, ein Typ, null Drama.
Wer ihn nach der Supercopa abschrieb, sollte das Derby-Video auf Dauerschleife stellen. Dort erklärt ein 21-Jähriger den Inter-Stürmern die Grenzen von Zeit und Raum – und beweist, dass ein Rückschlag nur die erste Halbzeit der Geschichte ist. Die zweite beginnt jetzt, mit rot-weißem Dress und möglicherweise belgischem Pass. Das Ende? Noch nicht geschrieben, aber schon anders gezeichnet.
