De rossi jagt den dreier: genoa will gegen udinese den nächsten befreiungsschlag landen
Am Freitagabend rollt der Ball im Stadio Luigi Ferraris, und schon wieder steht Daniele De Rossi unter Strom. Nach zwei Siegen in Serie will der neue Genoa-Coach den dritten Dreier einfahren – und damit die eigene Rettung vorzeitig besiegeln. Der Gegner: Udinese, seit fünf Spielen sieglos und längst nicht mehr der frühe Aufsteiger-Angstgegner.
Genoa hat den schwung, udinese die krisenspuren
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Drei Erfolge aus den letzten fünf Partien katapultierten die Ligurier auf 33 Punkte – neun Zähler vor dem Strich. Die Mannschaft traut sich wieder, die Kurve mitzusingen. De Rossi lässt seine Selektion hoch pressen, setzt auf die Doppelbesetzung von Retegui und Gudmundsson im Zentrum. Die Breite: 4-2-3-1, das Tempo: nach vorne ohne Rücksicht.
Anders Udinese. Die Friauler kassierten vier Niederlagen in den vergangenen sechs Spielen, das letzte Tor im März schossen sie am 2. gegen die Fiorentina. Runjaic warnt vor „Überheblichkeit“, doch die Warnung wirkt wie ein offenes Geheimnis: Seine Abwehr verkürzt zu spät, die Sechser verlieren die Ballsicherheit, der Sturm wirkt ideenlos. Selbst das 2:2 in Bergamo war kein Befreiungsschlag, sondern ein glücklicles Zittern.

Under 2,5 tore? die wettmärkte glauben an ein kräftemessen auf augenhöhe
Die Buchmacher sehen ein enges Duell. Die Quote auf unter 2,5 Treffer sinkt kontinuierlich – 1,50 bei Eurobet, 1,53 bei Starcasinò. Begründung: Genoa schießt zwar wieder Tore, doch Udinese rutscht hinten rein, wenn der Gegner Druck macht. Das exakte 1:1 wird bis zu 6,25 bei Snai gehandelt – ein Wink mit dem Zaunpfahl an alle Zocker, die auf Remis spekulieren.
De Rossi selbst schert sich wenig um Quoten. „Wir wollen die Serie ausbauen, dann können wir vor unseren Fans durchatmen“, sagte er nach dem 2:0 in Verona. Die Fans planen schon jetzt Choreografien für den Fall, dass der Klassenerhalt fix ist. Die Kurve wird rot-blau leuchten, egal wie kalt der Wind vom Hafen weht.
Um 20.45 Uhr geht’s los. Für Udinese zählt nur ein Sieg, um die Abstiegsangst endgültig zu verscheuchen. Für Genoa reicht schon ein Punkt, um die Saison als gerettet zu feiern. Doch wer De Rossi kennt, weiß: Er spielt nicht auf Niederlage, er spielt auf den nächsten K.o.-Schlag. Die Wette steht: Entweder die Rossoblù beenden die Partie als geretteter Verein – oder Udinese beginnt die letzten sieben Spieltagen mit dem Rücken zur Wand.
Kurz vor Schluss wird die Uhr im Stario auf 90 Minuten stehen, doch die Entscheidung fällt schon in den ersten. Denn wer den Schwung von De Rossis Genoa spürt, weiß: In diesem März zählt nur noch ein Gedanke – nämlich der, dass der Abstieg für die Ligurier längst abgehakt ist.
