De leo enthüllt: mihajlovics' skurriles verhalten und die letzte, bittere erkenntnis

Emilio De Leo, der aktuelle Nationaltrainer Maltas, blickt zurück auf eine außergewöhnliche Karriere, die ihn von den Kämmerlein der Rechtswissenschaft bis in die Schaltzentrale des Fußballs führte. Doch seine prägendste Zeit verbrachte er an der Seite von Sinisa Mihajlovic, dessen Einfluss auf ihn weit über taktische Ratschläge hinausging. In einem exklusiven Gespräch offenbarte De Leo pikante Anekdoten und eine erschütternde Erkenntnis, die Mihajlovics Krankheit mit sich brachte.

Die unkonventionelle art eines fußballgenies

De Leo schildert ein Bild des ehemaligen Torino- und Bologna-Trainers, das weit entfernt ist von dem des ernsten Taktikers. „Er saß bei Mittagessen stets neben Orsolini und stahl ihm das Essen“, erinnert sich De Leo lachend. „Oder er warf Ljajic in Meetings mit dem Fernbedienung zu, wenn dieser einschlief.“ Diese Eskapaden mögen trivial klingen, doch sie offenbaren eine spielerische, fast kindliche Seite Mihajlovics, die seine Fähigkeit erklärte, Spieler zu motivieren und zu begeistern.

Aber hinter der Fassade des humorvollen Trainers verbarg sich ein Mann, der mit seiner eigenen Sterblichkeit kämpfte. „Als seine Krankheit fortschritt, gestand er mir eines Tages, dass er nicht mehr einmal die Kraft zum Weinen hatte“, offenbart De Leo mit bewegter Stimme. Diese Worte sind ein erschütternder Beweis für den immensen Druck, unter dem Mihajlovic litt, und für seine unglaubliche Stärke, ihn zu verbergen.

Von der anwaltschaft zum top-trainer: ein langer weg

Von der anwaltschaft zum top-trainer: ein langer weg

De Leo’s Weg ins Rampenlicht begann weit entfernt vom großen Fußballgeschäft. Zunächst studierte er Jura und analysierte online taktische Gegebenheiten. Nach einer Phase als Sporttrainer in Cava de Tirreni, wo er parallel zur Juristerausbildung arbeitete, folgte der Durchbruch 2006-07 mit dem Gewinn der Meisterschaft der Jugendabteilung von Cavese. Dieser Erfolg katapultierte ihn in die Welt des Fußballs, wo er sich einen Namen als Taktikexperte machte, der sein Wissen über YouTube verbreitete.

Die Zusammenarbeit mit Mancini durch seinen Assistenten Fausto Salsano eröffnete De Leo neue Perspektiven. Er erstellte detaillierte Scouting-Berichte über Stars wie Balotelli, Agüero und Silva – unbezahlt, wie er betont. Doch der Wendepunkt kam 2011-12 mit dem Aquilotto Cavese, als er mit seinem Team eine Saison mit 172 Toren und nur sechs Gegentoren hingelegte.

Die bindung zu mihajlovic: mehr als nur ein job

Die bindung zu mihajlovic: mehr als nur ein job

Schon 2008 begann De Leo, Berichte für Mihajlovics Staff zu erstellen, ohne jedoch direkten Kontakt zu haben. Die persönliche Begegnung erfolgte 2012, und De Leo wurde schnell zu Mihajlovics engstem Vertrauten. „Ich fuhr einmal im Monat nach Rom, er gab mir Aufträge. Ich war schüchtern mit meinem Computer, er lag in Shorts und Badeschlappen auf dem Sofa und sagte mir, ich solle mich entspannen“, erinnert sich De Leo.

Als Mihajlovic 2012 Nationaltrainer Serbiens wurde, folgte De Leo ihm und wurde zu seinem „rechten Arm“. Diese Zusammenarbeit war geprägt von intensiver Arbeit und unvergesslichen Momenten, wie beispielsweise die Geschichte von Eto’o, der ihm immer wieder unterschiedliche Frauen als Ehefrauen präsentierte. Auch die Auseinandersetzung nach einer 3:0-Niederlage gegen Lazio, bei der Mihajlovic die Mannschaft tagelang die Partie wiederholen ließ, gehört zu den unvergesslichen Episoden.

Ein vermächtnis der stärke und des mutes

Ein vermächtnis der stärke und des mutes

De Leo schließt mit einer tief bewegenden Schlussfolgerung: „Sinisa ist auf eine Weise gegangen, die er verdient hat: als Sieger, nicht als Verlierer.“ Seine Worte sind ein Zeugnis für die außergewöhnliche Persönlichkeit Mihajlovics und für die tiefe Verbundenheit, die ihn mit seinem ehemaligen Assistenten verband. De Leo wird diese Lektion weitergeben, denn Sinisa hat ihm gezeigt, dass die wahre Stärke nicht in der Abwesenheit von Schwäche liegt, sondern in der Fähigkeit, sie zu überwinden.