Davos schlägt zweimal binnen 123 sekunden zu und kippt fribourg den sargdeckel
Die Partie war noch jung, das Eis noch glatt – und schon lag das Pferd im Moor. Tino Kessler jagte die Scheibe nach 123 Sekunden unter die Latte, Klas Dahlbeck schob 60 Sekunden später den zweiten Dolchstoß nach. HC Davos führt 2:0, Fribourg stolpert mit offenem Visier in die nächste K.o.-Gefahr.
Frühes forecheck zerreißt die raumaufteilung der gottéron
Was in Spiel eins noch Fribourgs Waffe war, kehrte sich blitzartig. Chris Egli preschte auf Benoît Jecker zu, riss dessen Pass ab und spielte sofort quer – Kessler stand blank, zog aus zehn Metern und ließ Reto Berra keine Chance. Die Bündner hatten das Rezept kopiert: früh stören, schnell umschalten, kalt verwandeln.
Die zweite Reihe legte sofort nach. Filip Zadina wollte querlegen, fand aber Marcus Sörensen. Der Schwede spielte sofort zurück auf den aufgerückten Dahlbeck. Schuss, Pfosten, Berra, Tor – 2:0. Die Gotteron-Defensive wirkte wie ein Schachbrett, auf dem plötzlich die Figuren selbst laufen wollten.

Saanestädter finden antwort, aber aeschlimann bremst den lauf
Fribourg wachte auf. Simon Seiler schlenzte von der blauen Linie, Sandro Aeschlimann sah die Scheibe spät, aber der Pfosten rettete. Kurz vor der Drittelpause dann doch der Anschlusstreffer – Seiler erneut, diesmal mit Traffic vor dem Tor. 2:1, Puls 180, Saal 7.000 Stimmen kollidierten in der Arena.
Doch mehr war nicht drin. Davos zog die Schotten zu, spielte die Uhr herunter, ließ den Puck kreisen wie einen Hund, der sein Revier kennt. Die Serie steht 2:0, Fribourg muss nun in der Arena von Gottéron gewinnen, sonst fliegt der Vorhang.
Die nächste Partie ist am Dienstag. Wer dann noch glaubt, Davos sei nur ein Wintermärchen, wird sich warm anziehen müssen.
