D'aversa wirft zapata und simeone gegen sarris neue lazio-truppe ins feuer
Kurz nach 18 Uhr wird im Olimpico Grande Torino nicht nur der Ball rollen, sondern auch ein Experiment mit offenem Ende. Roberto D'Aversa feiert sein Debüt auf der Bank von Torino – und stellt sofort seine Sturm-Maschine auf Angriff: Zapata und Simeone starten gemeinsam, ein Duo, das in der Serie A schon für Albträume gesorgt hat.

Sarris lazio schickt drei unbekannte in den turin-kessel
Maurizio Sarri dagegen vertraut auf Frische statt Erfahrung. Ratkov, erst im Winter aus Belgrad geliehen, bekommt den Sturmplatz neben Cancellieri – ein Paar, das zusammen gerade einmal 42 Minuten Oberliga-Luft geschnuppert hat. Dahinter ordnet Sarri mit Belahyane einen 20-Jährigen ein, der seine Profi-Minuten noch an zwei Händen zählen kann.
Die Aufstellungen wirken wie zwei Philosophien auf 105 x 68 Metern. D'Aversa geht auf Sicherheit durch Überzahl im Mittelfeld: Vlasic als falsche Neun zwischen den Linien, Prati als Abräumer, davor die Doppelspitze. Sarri antwortet mit klassischer 4-3-3-Ordnung, aber mit Personal, das er noch nicht einmal in FIFA-Tests zusammengespielt hat.
Die Zahlen vor dem Duell sind gnadenlos: Torino hat fünf der letzten sechs Heimpunkte verschenkt, Lazio nur eines der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen. Beide Trainer brauchen heute Abend nicht nur drei Zähler, sondern vor allem eine Antwort auf die Frage, ob ihre Idee noch zeitgemäß ist.
Pünktlich zum Anpfiff werden 28 000 Zuschauer erwartet – und ein Regen, der in Turin den März traditionell kalt einläutet. Dann wird sich zeigen, ob D'Aversas Mut zur Doppelspitze oder Sarris Wette auf Unerfahrenheit die Nase vorn hat. Eines ist klar: Wer heute verliert, rutscht in die untere Tabellenhälfte und muss sich fragen lassen, ob nicht schon der Abstiegskampf beginnt.
