D'aversa formt den torino neu – casadei als zehner geplant

Am Maradona, Anstoß 20:45 Uhr, zeigt Roberto D'Aversa, was er mit dem FC Torino vorhat. Erst seit knapp einer Woche auf der Trainerbank, arbeitet er mit klaren Grundsätzen: zuerst die Einstellung, dann die Taktik. Gegen Napoli könnte man bereits mehr von dem sehen, was gegen Lazio nur angedeutet wurde.

Ismajli als anker der dreierkette

Die Dreierkette bleibt das Fundament dieser Saison. Im Zentrum hat D'Aversa Ardian Ismajli positioniert, seinen Stammspieler aus gemeinsamen Empoli-Zeiten. Die erste Partie hat gezeigt, dass das funktioniert. Auf der linken Seite besteht der Trainer auf einem Linksfuß – gegen Lazio war es Ebosse – weil das nach seiner Überzeugung die Spieleröffnung entscheidend verbessert. Kein Zufall, keine Verlegenheitslösung.

Gineitis: mehr als nur ein sechser

Gineitis: mehr als nur ein sechser

Die auffälligste taktische Neuerung gegen Lazio war die Verschiebung von Vlasic in die Zehnerposition, kombiniert mit dem gelegentlichen Zurückfallen von Simeone auf dieselbe Linie. Aus einem 3-4-1-2 wurde so ein 3-4-2-1 – mit drei Mittelfeldspielern statt zwei. Beim Auswärtsspiel in Neapel kehrt Ilkhan zurück, wobei Prati zuletzt stark gespielt hat. Die eigentliche Überraschung im Mittelfeld war aber Gvidas Gineitis. Der litauische Linksfuß läuft, schneidet Passlinien ab, presst. Und baut gleichzeitig das Spiel auf, gibt den Rhythmus vor, schlägt lange Bälle. Seine diagonalen Verlagerungen auf Lazaro und Obrador gehörten zu den stärksten Momenten des Spiels. D'Aversa über ihn: „Er ist eigentlich eine klassische Acht, hat aber auch als Sechser hervorragend funktioniert. Jenseits des Systems zählt die Spielinterpretation und die Raumbesetzung.