Darmstadt 98: emotionaler punkt reicht nicht für aufstiegsträume
Die Luft im Stadion Bölle war zum Greifen nah, die Aufstiegshoffnungen fast greifbar. Doch das 3:3 gegen Elversberg markierte das bittere Ende einer Traumreise für Darmstadt 98. Ein emotionaler Punkt, ja, aber eben nicht genug, um den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Trainer Florian Kohfeldt und seine Mannschaft müssen nun die bittere Realität akzeptieren: Der Aufstieg ist futsch.
Die kulisse tobte, die punkte fehlten
Der Anpfiff war ein Fest, die Stimmung ausgelassen. Darmstadt 98, angetrieben von einer euphorischen Kurve, präsentierte sich vor 18.950 Zuschauern von ihrer besten Seite. Patric Pfeiffer und Fraser Hornby brachten die Lilien früh in Führung, doch Elversberg bewies Moral und schlug zurück. Ein Eigentor von Pfeiffer sorgte für eine brüchige Führung, die kurz vor der Pause mit dem Ausgleichstreffer der Gäste zunichte gemacht wurde.
Die zweite Hälfte wurde zu einem nervenzerreißenden Hin und Her. Darmstadt 98 kämpfte mit Mann und Maus, schaffte es durch Hornby sogar zum 3:2, nur um wenig später den Ausgleichstreffer hinnehmen zu müssen. Die letzten Minuten vergingen im Chaos, die Spieler warfen sich in die Arme, die Fans jubelten – doch am Ende blieb nur ein gerechtes Unentschieden.

Kohfeldt: „stolz auf die mannschaft, aber es reicht nicht“
Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich nach dem Spiel sportlich fair. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte er, „wir haben alles gegeben. Aber wir müssen akzeptieren, dass es nicht mehr in unserer Hand liegt.“ Die Zahlen lügen nicht: Darmstadt 98 liegt mit sechs Punkten Rückstand auf den Drittplatzierten Hannover 96 bei noch drei ausstehenden Spielen zurück. Ein Wunder ist somit ausgeschlossen.
Sportchef Carsten Wehlend betonte die Bedeutung der Leistung und forderte nun, sich auf die bestmögliche Platzierung zu konzentrieren. „Das ist wichtig für das TV-Ranking“, so Wehlend. Die Spieler selbst zeigten sich enttäuscht, aber auch stolz auf ihre gezeigte Leistung in dieser Saison. Die Fans verabschiedeten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen, die Anerkennung für eine kämpferische Saison, die am Ende jedoch nicht den erhofften Lohn brachte. Die Faszination Fußball lässt sich jedoch nicht auf eine einzelne Saison reduzieren.
Die Lilien haben gezeigt, dass sie zur Spitze der 2. Bundesliga gehören. Mit der richtigen Strategie und einigen personellen Verstärkungen ist der Aufstieg in der kommenden Saison durchaus realistisch. Doch jetzt gilt es, die Köpfe wieder frei zu bekommen und sich auf die anstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Denn die Saison ist noch nicht vorbei.
