Dani holgado: vom aufsteiger zum titelanwärter in der moto2

Ein jahr voller fortschritte: dani holgado blickt zurück auf 2025

Dani Holgado beendete die Saison 2025 als bester Rookie der Moto2-Klasse. Ein Jahr, geprägt von stetigen Verbesserungen und beeindruckender Leistung im CFMOTO Aspar Team. Der junge Spanier sorgte für eine der größten Überraschungen in der mittleren Gewichtsklasse und startet mit neuem Elan in die kommende Saison, mit dem klaren Ziel, sich als ernsthafter Titelanwärter zu etablieren. Wir sprachen mit Holgado über sein erstes Jahr und seine Ambitionen für die Zukunft.

Die erste moto2-saison: eine bilanz

Die erste moto2-saison: eine bilanz

"2025 war ein spektakuläres Jahr für mich und das Team", erzählt Holgado. "Besonders die Regelmäßigkeit am Ende der Saison war beeindruckend. Wir haben sehr gute Ergebnisse erzielt, darunter Podestplätze, Siege und vordere Startpositionen. Ich nehme vor allem die wertvolle Erfahrung mit, die ich im Kampf gegen so starke Konkurrenten gesammelt habe. Ich hoffe, dass sich all dieses Wissen in diesem Jahr auszahlt und wir es vom ersten Rennen an umsetzen können."

Die größten lektionen des jahres

Die größten lektionen des jahres

Was war die wichtigste Erkenntnis? "Die ersten Rennen waren lehrreich", antwortet Holgado. "Es war nicht einfach, aber es hat auch nicht übermäßig viel Zeit gekostet. Es gab viele Dinge zu lernen und wenig Zeit, sie korrekt anzuwenden. Ich habe mich nach und nach angepasst. Als ich die Dinge anfing zu verstehen, konnte ich mehr ich selbst sein, das tun, was mir Spaß macht, und das Motorrad und seine Grenzen besser kennenlernen."

Der wendepunkt: nach der sommerpause

Der wendepunkt: nach der sommerpause

Holgado identifiziert die Zeit nach der Sommerpause als entscheidenden Moment. "Ich bin mit klaren Vorstellungen darüber, was ich verbessern musste, in die dreiwöchige Pause gegangen. Dort gab es einen 'Klick'. Ich kam aus dem Urlaub und fuhr in Österreich meine erste Podiums Platz und schaffte auch meine erste Pole Position (wenn auch aufgrund einer Strafe für González). Ich glaube, das hat mein Selbstvertrauen gestärkt und mir gezeigt, was ich brauche, um schnell zu sein. Ab diesem Zeitpunkt und am Wochenende in Brünn, wo wir ebenfalls ein gutes Rennen fuhren, kam der Wendepunkt."

Ziele für 2026: mehr als nur mitfahren

Trotz seiner begrenzten Erfahrung in der Moto2 wird Holgado nun als einer der Favoriten gehandelt. Sein Ziel für 2026 ist ambitioniert: "Mein Hauptziel ist es, Spaß zu haben, mein 100% zu geben und mich weiterzuentwickeln. Darauf konzentriere ich mich jeden Tag, sowohl im letzten Jahr als auch in diesem. Ich möchte jeden Tag besser werden und an den Details arbeiten, die den Unterschied ausmachen. Ich bin sicher, dass der Rest von selbst kommt. Mit harter Arbeit und Vertrauen werden die Ergebnisse folgen. Natürlich möchte ich dieses Jahr auch Weltmeister werden. Das ist ein Traum, den ich seit meiner Kindheit habe, und ich gebe alles, um ihn zu verwirklichen."

Keine veränderung im arbeitsansatz

Hat sich Holgados Arbeitsweise verändert, jetzt, wo er kein 'Rookie' mehr ist? "Ich bin genauso fokussiert wie im letzten Jahr und habe den gleichen Ansatz. Mein Plan ist immer noch, mich auf mich selbst zu konzentrieren und mich zu verbessern. Letztes Jahr hatte ich viel zu lernen, dieses Jahr vielleicht nicht mehr so viel, aber man kann immer etwas Neues lernen. Bei den Tests habe ich diesen Fokus beibehalten. Wir haben versucht, so viele hochwertige Runden wie möglich zu fahren, um gut auf den ersten Grand Prix vorbereitet zu sein."

Die entwicklung seit 2021 im aspar team

Holgado begann seine Reise mit dem Aspar Team bereits 2021. "Ich begann mit dem Team im Alter von 15 Jahren und wir konnten 2021 gemeinsam die Junior-Weltmeisterschaft gewinnen. Danach waren wir drei Jahre lang getrennt, aber es gab immer eine gute Beziehung. In drei Jahren in der Weltmeisterschaft kann man viel wachsen und lernen, aber das Team selbst bleibt gleich. Sie bewahren die gleichen Werte, die gleiche Mentalität und die gleichen Ideen wie damals, als ich jung war und mit Nico und dem gesamten Junior-Team zusammenarbeitete. Ich bin in die Moto2 gekommen und im Grunde ist alles beim Alten geblieben. Wenn etwas funktioniert, sollte man es nicht ändern! Ich freue mich sehr, wieder Teil der Familie zu sein, denn es ist ein Team, das sehr ehrgeizig ist. Sie lieben es zu gewinnen, arbeiten hart dafür und wenn man mit Gewinnern zusammenarbeitet, steckt man sich auch mit diesem Instinkt an."

Favoritenrennen und die persönliche motivation

Holgado nennt Thailand als ein Rennen, auf das er sich besonders freut, gefolgt von Katar und Barcelona, wo er seine erste Moto2-Sieg und Pole Position feierte. Auch Valencia, sein Heimatkurs, hat eine besondere Bedeutung. Wenn man ihn nach einem Wort bitten würde, das seine Saison beschreibt, wählt er "Herausforderung". Er hofft, dass die Fans ihn unterstützen und ihm zusätzliche Kraft geben, um bis zum letzten Rennen alles zu geben. Sein Ziel für 2026 ist klar: Weltmeister der Moto2 werden.