Courtois trotzt verletzung und feiert jaguars doppelsieg in madrid
Der Circuito del Jarama wurde zur Fußball-Königsloge. Thibaut Courtois humpelte mit geschientem rechten Oberschenkel durch die Jaguar-Box, grinste trotzdem wie ein Sechstklässler vor dem Klassenausflug. Grund: Jaguar fährt im sechsten Saisonlauf der Formel E einen 1-2-Sieg ein, und der Keeper darf mitten drin sein – statt wie geplant auf der Bank der Champions-League-Viertelfinals gegen die Bayern zu sitzen.
Real-stars flippen über strom statt champions league
Courtois hatte die Knallrote Karte von Ancelotti in der 41. Minute des Achtelfinal-Rückspiels gegen Manchester City noch als „Vorsichtsmaßnahme“ verkauft bekommen. Mittlerweile bestätigt Real: Muskelbündelriss im rechten Quadrizeps. Ausfallzeit: sechs Wochen. Ergo verpasst der Belgier beide Duell mit den Münchnern (7. und 15. April). Dani Ceballos, der ihn in der Andretti-Garage besuchte, klopfte tröstend auf die Schulter. „Tibi, jetzt halt uns die Daumen vom Kartsitz aus“, sagte er laut Augenzeugen.
Die Stimmung aber war nicht verletzt, sondern elektrisch. König Felipe VI. ließ sich in der Box von Jaguar ein eigenes Headset anpassen, um Datenstream und Boxenfunk gleichzeitig mitzukriegen. Drei Plätze weiter schwenkte Roberto Carlos die Zielflagge so enthusiastisch, dass sie ihm aus der Hand segelte – direkt in den Fanblock der Porsche-Familie. Die riefen „Obrigado, Roberto!“ zurück, weil ihr Pilot Pascal Wehrlein dank eines Last-Lap-Dive-Bombs noch Platz drei klaute.

Jaguar entlädt doppelschlag – wehrlein räumt rest ab
António Félix da Costa jagte nach 33 Runden als Erster über die Linie, Teamkollege Mitch Evans ließ sich 0,7 Sekunden später ein. Deren C-Type-IMA-Batterie lief im „Attack Mode“ kühl wie ein Bier aus der Madrider Sierra, während Porsche und Nissan die Thermik plötzlich nicht mehr in den Griff bekamen. Wehrlein rutschte zwar auf dem letzten Meter noch an Evans vorbei, musste sich aber mit Bronze begnügen – genug, um die WM-Führung zu verteidigen.
Neben den Titel-Kalkulationen flimmerte Promi-Instagram live. Lucien Laviscount, Schauspieler und Formel-E-Gesicht, postete ein Selfie mit der Caption: „Alfie in Paris? Nein, Alfie im Parque Norte!“ 1,2 Millionen Likes innerhalb von 15 Minuten. Die Serie zieht offenbar stärker als jedes technische Reglement.
Die Bilanz des Wochenendes: Courtois verpasst die Bayern, Jaguar schießt sich in Titelnähe, und Madrid demonstriert, dass man auch mit 52.000 Volt Stromdurchsatz Fußball-Flair erzeugen kann. Wenn in zwei Wochen München in der Bernabéu anrollt, steht der belgische Riese zwar nur am Zaun – aber die Boxengasse hat ihn trotzdem schon einmal geheilt. Sportlogik: Manchmal reicht ein Siegescocktail aus Doppel-Sieg und Star-Power, um selbst eine Muskelverletztung kurz zu vergessen.
