Cottbus-coach wollitz schwört auf schweigegelübde nach osnabrück-eklat
Energie Cottbus stürmte in der 3. Liga zum umjubelten 5:3-Erfolg gegen Rot-Weiss Essen – doch Coach Claus-Dieter Wollitz ließ die Siegesfreude vermissen. Der erfahrene Trainer boykottiert sämtliche TV-Interviews, eine direkte Folge des verpassten Topspiels gegen Osnabrück, wo er sich von MagentaSport respektlos behandelt fühlte. Ein Machtwort des Trainers, das für Aufsehen sorgt.
Der osnabrück-vorfall: mehr als nur eine bittere niederlage
Die 0:1-Niederlage gegen den Tabellenführer Osnabrück warf lange Schatten voraus. Wollitz fühlte sich nach dem Spiel im Interview lächerlich gemacht, als der Reporter nach einer „Reaktion“ auf die Niederlage fragte. „Reaktion ist etwas Negatives“, konterte der 60-Jährige und forderte mehr Fairness. Ein harmlos erscheinender Austausch, der Wollitz jedoch nachhaltig veranlasste, seine Kommunikationsstrategie radikal zu überdenken.
Doch der Ärger geht tiefer. Neben der vermeintlichen Respektlosigkeit von MagentaSport wirft Wollitz den Verantwortlichen in Osnabrück einen mangelnden Organisatorischen Rahmen bei der Anreise, fehlenden Schutz nach dem Spiel und massive Beleidigungen gegen sein Team vor. „Grenzen wurden überschritten“, so Wollitz unmissverständlich. Er sieht darin eine bewusste Abneigung gegenüber seinem Klub.

Ein furioses comeback und ein wortkarger coach
Trotz des anhaltenden Frusts zeigte sich Cottbus gegen Essen von seiner besten Seite. Tolcay Cigerci sorgte mit einem wahnsinnigen Hattrick innerhalb von neun Minuten für die Trendwende – ein neuer Drittligarekord! Vier Tore in nur 20 Minuten verdeutlichen die beeindruckende Aufholjagd. Aber auch hier blieb Wollitz den TV-Sendern fern. Bei der anschließenden Pressekonferenz hielt er sich mit kurzen, knappen Antworten zurück, lediglich eine kurze Spielanalyse wurde gewährt.
Seine aktuelle Strategie ist klar: „Sie können mir gerne Fragen stellen, ich schaue dann, ob ich diese beantworte.“ Wollitz hält sich zurück, lässt seine Mannschaft sprechen und demonstriert damit seinen Unmut. Ob er bis zum nächsten Spiel gegen Viktoria Köln seine Haltung ändern wird, bleibt abzuwarten. Die Zuschauer dürfen gespannt sein, ob der erfahrene Coach seine Zunge wieder lockert – oder ob sein Schweigegelübde Bestand hat.
