Cottbus peilt den befreiungsschlag in aachen an – mit dem ruf nach toren

Der Tivoli brodelt, die Lausitzer schwören sich aufs Schärfste: Nach dem Derby-Pfuscher gegen Rostock muss Energie Cottbus in Aachen liefern, sonst wird die Meister-Träne noch größer. Die Uhr tickt – nur noch zehn Partien, nur noch ein Sieg, um nicht abzurutschen.

Wollitz muss drei stammkräfte ersetzen

Wollitz muss drei stammkräfte ersetzen

Trainer Claus-Dieter Wollitz steht vor einem kleinen Rubik-Cube: Ohne Tolga Cigerci, ohne King Manu, ohne Lukas Michelbrink fehlen Reibung und Tempo. Der Rest soll es richten – doch der Rest hat seit Wochen das Tor-Flimmern verlernt. Statistik, so schmerzhaft sie ist: In den letzten fünf Ligaspielen nur ein Treffer von nominellen Stürmern. Das ist kein Formtief, das ist ein Offensiv-Blackout.

Die Lösung? Vielleicht Lars Gindorf. Der Alemannia-Knipser schlummert mit 20 Saisontreffern zwei Ligen über dem Radar der Cottbuser Abwehr. Wenn er früh trifft, könnte der Tivoli zur Mauer werden. Hinspiel-Erinnerung: Cottbus gewann 3:2 – aber das war Dezember, als ihre Schüsse noch funktionierten.

Die Marschroute ist klar: frühes Pressing, schnelles Umschaltspiel, Null Rückwärtsgang. Wer jetzt zögert, verpascht die Aufstiegsgruppe. Die Fans reisen mit 1.300 Blau-Weiß-Blöcken an und wollen kein 0:0-Gejammer, sondern ein Signal. Drei Punkte, und der FC Hansa wird in den Rückspiegel zurückgeworfen. Keine Punkte, und die Zweitliga-Promotion rückt in ferne Ferne.

Der Ball rollt um 19 Uhr. Bis dahin schwitzt jeder Einzelne im Cottbuser Bus: Der Stürmer, der endlich wieder treffen will. der Sechser, der Gindorfs Laufwege stopfen muss. der Keeper, der nach Fehlern gegen Rostock sich selbst den Zorn der Tribüne einbrannte. Die Devise ist simpel: Tore oder Tauwetter. Es gibt nichts mehr zu verlieren außer der Saison.