Córdoba zerbricht den fluch: carracedo und fuentes schleppen den verlierer-club aus dem sumpf
62 Tage ohne Sieg, ein Absturz bis zur Tabellenmitte – dann kam Cádiz. Córdoba gewann 2:0, und plötzlich stehen zwei Namen wieder im Scheinwerferlicht, die nie aufgehört haben, Zahlen zu produzieren: Christian carracedo und Adrián Fuentes.
Ein spielmacher, den man entweder liebt oder hasst
Fuentes spielt Risiko-Poker im eigenen Strafraum, spielt aber auch den Ball, der Tore bringt. Seine Flanke gegen Cádiz war bereits seine zehnte Vorlage dieser Segunda-Division-Saison. Dreimal in Folge schafft er das Double-Double: 10 Assists 2023/24 in der Primera Federación, 11 im letzten Jahr, wieder 10 jetzt. Damit teilt er sich Rang drei der Liga mit Sporting-Juan Otero, nur Racing-Íñigo Vicente liegt mit zwölf noch vorne – und keiner von ihnen stand so oft unter Beschuss wie Fuentes.
Die Kurve der Córdoba-Fans pfiff ihn in schlechten Phasen aus, doch die Statistik lügt nicht: Ohne seine Pässe stünde der Klub noch tiefer im Strudel.

Zwölf tore, kein elfmeter – carracedo jagt die jahrhundert-top-five
Während Fuentes bereitstellt, beendet carracedo. Sein Tor in Cádiz – Tunnel gegen Kovacevic, trockener Schuss über Víctor Aznar – war bereits Nummer 12. Ohne ein einziges Mal vom Punkt. Er überflügelt damit klar die zehn Treffer von Casas aus der Vorsaison und blicgt nach oben: Pepe Díaz und Charles markierten 15-mal in Segunda für Córdoba – ein Wert, der dieses Jahr erstmals wieder erreichbar erscheint.
Interessant: Ausgerechnet in den beiden Partien, in denen carracedo während der 62-tägigen Durststrecke traf, holte Córdoba seine einzigen vier Punkte (1:1 gegen Eibar, 2:0 in Cádiz). Die Abhängigkeit ist offensichtlich, auch wenn Trainer Iván Ania betont, dass vor allem individuelle Schnitzer hinten und eine generelle Leistungsdelle den Sturz verursachten.
Die Wunden sind jetzt gestillt, nicht geheilt. Doch mit Fuentes’ Vision und Carracedos Kaltblütigkeit besitzt Córdoba zwei Waffen, die selbst in Krisenzeiten nicht stumpf werden. Wenn der Rest der Mannschaft nur halb so konstant wäre, stünde der Klub nicht im Mittelfeld, sondern im Aufstiegsrennen. Die Zahlen sprechen Bände – und sie schreien nach mehr Unterstützung für die beiden Ausnahmekönner.
