Almería fordert santander heraus: historische bilanz gibt hoffnung

Ein Punkt trennt sie, die Ambitionen sind riesig: UD almería und Racing Santander liefern sich am Sonntagabend ein hochspannendes Gipfeltreffen an der Spitze der Segunda División. Doch wer genau wird die Führung übernehmen? Die historische Konfrontation zwischen beiden Teams könnte ein entscheidender Hinweis sein.

Die vergangenheit spricht für almería – zumindest teilweise

Die vergangenheit spricht für almería – zumindest teilweise

Während es für die meisten Teams bereits eine Herkulesaufgabe darstellt, auswärts konstant zu punkten, hat almería in der Vergangenheit in dieser Hinsicht zu kämpfen. Historisch gesehen waren die Andalusier als Auswärtsteam nicht immer zuverlässig. Aber: Wenn man die bisherigen Aufeinandertreffen in Santander unter die Lupe nimmt, sieht die Bilanz überraschend gut aus. Von sieben Spielen im Estadio El Sardinero konnten die Rojiblancos drei Partien für sich entscheiden, zwei endeten Unentschieden und nur zwei Mal ging der Sieg an die Gastgeber.

Die Bilanz in der Primera División ist zwar ausgeglichener (zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Unentschieden), aber die jüngsten Duelle in der Segunda División lassen almería-Fans hoffen. Sowohl 2019/20 als auch in der gerade vergangenen Saison 2023/24 trennten sich die Teams unentschieden – und in der Saison davor, 2012/13, feierte almería einen beeindruckenden 4:3-Auswärtssieg.

Die Tabelle lügt nicht: Beide Teams sind offensivstark, aber gleichzeitig auch anfällig. Mit 67 Treffern ist Racing der beste Angreifer der Liga, almería folgt dicht mit 66. Allerdings gehören beide Mannschaften auch zu den Top-Vier-Teams mit den meisten Gegentoren. Ein offener Schlagabtausch ist also zu erwarten.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist der Kampf um den Pichichi. Andrés Martín von Racing steht bei 18 Toren, während Sergio Arribas für Almería 21 Mal traf. Die individuelle Klasse der Spieler wird also ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Doch die aktuelle Form könnte den Ausschlag geben. Racing steckt in einer Mini-Krise, nachdem man in den letzten vier Spielen drei Mal verlor, darunter zwei deutliche Niederlagen gegen Albacete und Andorra. Der Druck auf Trainer José Luis Rojo Martín ist spürbar. Almería hingegen konnte sich mit einem Last-Minute-Sieg gegen Leganés wieder auf Kurs bringen. Dieser Erfolgserlebnis könnte dem Team einen wichtigen mentalen Schub verleihen.

Die Ausgangslage ist also klar: Ein hochspannendes Duell zweier ambitionierten Teams, getrieben von unterschiedlichem Rückenwind. Wer am Sonntagabend die Nase vorn hat, entscheidet sich wohl in den entscheidenden Minuten. Die Bilanz aus der Vergangenheit mag eine Richtung vorgeben, doch am Ende zählt nur der Sieg im Hier und Jetzt. Die Zahlen sprechen für Almería – aber im Fußball ist alles möglich.