Conte zielt auf inter: drohungen, verletzungen und ein osterduell, das die meisterschaft sprengt

Antonio Conte schießt aus nächster Näile. Der ehemalige Inter-Coach fordert seinen Ex-Klub mit jeder Pressekonferenz heraus, schürt das Klima, als hätte er noch ein Sparringsvertrag in der Nerazzurro-Kabine. „Er sendet gezielt Signale, um Druck aufzubauen“, sagt Ex-Mittelfeldspieler Massimo Mauro – und lacht ins Fäustchen, weil die Serie A plötzlich wie ein Science-Fiction-Plot daherkommt.

Die tabelle ist ein pulverfass

Inter 68 Punkte, Milan 63, Napoli 62. Drei Teams, ein Atemzug. In zwei Wochen treffen Juve und Allegri auf Contes Truppe – ein Duell, das schon jetzt als Richtungsweiser gehandelt wird. Doch vorher flackert der Matchball: Fiorentina gegen Inter, heute Abend in Florenz. Mauro sieht die Sterne bereits in Schwarz-Blau aufleuchten, warnt aber vor der Verletzungsspirale, die das Kalkül durchkreuzen könnte.

„Die Blessuren wiegen schwerer als jede Psychotaktik“, sagt Mauro. Gemeint sind die Ausfälle von Bastoni, de Vrij und Correa – ein Bollwerk, das bröckelt, wenn die Rotationsmaschine anspringt. Conte weiß das, deshalb das Trommelfeuer aus Fernsehzimmern. Je lauter die Mediensirene, desto größer die Erwartungshaltung bei Inzaghi, desto höher die Gefahr eines Schnitzers.

Pasqua-knaller mit turbo-charakter

Pasqua-knaller mit turbo-charakter

Ostermontag, Juventus Stadion. Conte gegen Allegri – ein Kracher, der die Saison in zwei Lager spalten kann. Gewinnt Juve, rückt die Meisterschaft in Reichweite, verliert Inter, wird die Nerazzurri zum ersten Mal seit Wochen richtig wackeln. „Ein Fußballkrimi mit offenem Ende“, sagt Mauro, „und das Drehbuch schreibt sich erst in der Nachspielzeit.“

Die Fans sollen sich einmummeln, die Fernsehkameras schwenken, die Liga zittert. Denn wenn Conte weiter so laut pustet, fliegt das Pulverfass Tabelle in alle Richtungen auseinander. Die Meisterschaft? Noch nicht entschieden. Aber die Richtung ist klar: Wer heute in Florenz stolpert, verliert mehr als nur zwei Punkte – er verschenkt die mentale Vorfahrt auf die letzten sieben Spieltage.