Conference league 2026/27: der weg ins achtelfinale wird steinig!

Die Europäische Konferenz-Liga steht vor einem Umbruch. Mit dem Finale zwischen Rayo Vallecano und Crystal Palace am kommenden Mittwoch geht die fünfte Auflage zu Ende, und die sechste Saison 2026/27 verspricht eine noch größere Herausforderung für ambitionierte Vereine – insbesondere für jene, die nicht direkt qualifiziert sind.

Neues format, neue hürden

Neues format, neue hürden

Die Ausweitung auf 36 Teilnehmer in der Gruppenphase hat die Liga zwar attraktiver gemacht, doch der Weg ins Achtelfinale wird nun deutlich beschwerlicher. Anders als in der Champions League und der Europa League werden sich die Teams in der kommenden Saison nicht einfach so durchsetzen lassen. Die Verteilung auf sechs statt vier Töpfen bei der Auslosung sorgt für eine größere Streuung der Kräfte und bedeutet, dass auch vermeintlich kleinere Vereine frühzeitig auf starke Gegner treffen können.

Ein Blick auf die Qualifikationsphasen zeigt, wie komplex der Weg zur Gruppenphase sein wird. Bereits in der ersten Vorrunde warten 52 Teams, darunter viele Überraschungsmannschaften aus osteuropäischen und skandinavischen Ligen. Der Noah FC aus Armenien, Elbasani und Vllaznia aus Albanien sowie der Pokalsieger aus Luxemburg kämpfen hier um den Einzug in die nächste Runde.

Die zweite Vorrunde teilt die Teams in zwei Routen – die Champions-Route und die Liga-Route. Hier gesellen sich Teams hinzu, die in der Champions-League-Qualifikation gescheitert sind, sowie Pokalsieger und andere Ligaplatzierte aus ganz Europa. Gent und Genk (Belgien), Dinamo und Steaua Bukarest (Rumänien) sowie Vertreter Bulgarns werden hier ebenfalls ihre Ambitionen unter Beweis stellen müssen.

Selbst die dritte Vorrunde, die letzte Hürde vor den Play-offs, ist kein Selbstläufer. Hier treffen die Teams aus den vorherigen Runden auf weitere Absteiger aus der Champions League und Europa League. Erst in den Play-offs, in denen unter anderem Brighton, Getafe, Monaco, Freiburg und Atalanta direkt vertreten sind, entscheidet sich, wer sich einen Platz in der Gruppenphase sichert.

Die Tatsache, dass kein Team direkt für die Gruppenphase qualifiziert ist, wie es in der Champions League und Europa League üblich ist, unterstreicht die neue Dynamik der Conference League. Jeder Verein muss sich durch mehrere Qualifikationsrunden kämpfen, was die Spannung und Unvorhersehbarkeit der Liga erhöht. Die UEFA hat hier ein System geschaffen, das auch kleineren Vereinen eine realistische Chance auf die Teilnahme an europäischen Wettbewerben bietet, gleichzeitig aber die Hürden für den Einzug ins Achtelfinale deutlich erhöht.

Die Gruppenphase beginnt am 15. Oktober 2026 – ein Datum, an dem viele Vereine bereits ihre ganze Energie in den Kampf um die Qualifikation investiert haben. Die Conference League 2026/27 verspricht somit eine Saison voller Dramatik und Überraschungen. Nur die Stärksten werden sich durchsetzen und die Chance auf den Titel ergreifen.