Como: trotz millioneninvestitionen droht die enttäuschung
Mailand – Der italienische Fußballverein Como 1907, einst ein Nobody der Serie D, präsentiert sich aktuell als eine Art Fußball-Experiment: Die indonesische Familie Hartono, deren Vermögen auf schwindelerregende 48 Milliarden Dollar geschätzt wird, hat in den letzten Jahren ein Millioneninvestment getätigt, um den Verein in die Champions League zu katapultieren. Doch der Traum von der europäischen Spitze könnte trügerisch sein.

Die geldmenge garantiert keinen erfolg
Während die Hartonos mit ihrem finanziellen Engagement für Aufsehen gesorgt haben, zeigt sich nun, dass Geld allein eben nicht alles ist. Acht weitere Teams in der Serie A haben dieses Jahr mehr in ihre Kader investiert – ein Zeichen dafür, dass der Wettbewerb um die Spitze härter denn je ist. Der Fokus liegt nicht nur auf dem Kontostand, sondern auf einem langfristigen Projekt, das auf einer soliden Basis aufgebaut ist.
Der Name Fabregas fällt dabei immer wieder. Er gilt als zentraler Baustein in den Planungen des Vereins. Doch die Vision, die über den sportlichen Erfolg hinausgeht und den Tourismus rund um den Lago di Como ankurbeln soll, wirft Fragen auf. Marco Iaria, Journalist und Beobachter der Serie A, äußerte sich skeptisch: „Der Como ist kein typischer Provinzverein. Aber die Erwartungen, die durch die enormen Investitionen geweckt wurden, sind enorm. Es braucht mehr als nur Geld, um in Italien erfolgreich zu sein.“
Die Zahlenspiele sprechen eine deutliche Sprache. Die Hartonos haben Summen investiert, die in der Fußballwelt ihresgleichen suchen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Und die Frage bleibt: Kann Como 1907 mit dem Druck und den Erwartungen umgehen, die mit dieser neuen Realität einhergehen? Die kommenden Spiele werden zeigen, ob das Projekt mehr als nur eine teure Fantasie ist.
