Milan: cardinale krempelt durch – offensive revolution unter neuem trainer!
Mailand bebt! Gerry Cardinale, der Mann hinter RedBird, hat die Zeichen gesetzt: Der AC Milan soll sich neu erfinden und in eine offensive, jugendliche Ära starten. Aus mit dem defensiven Abwarten und den frustrierenden Unentschieden gegen vermeintlich kleinere Gegner – Cardinale will Fußball, der Spaß macht und vor allem Tore schießt.

Ende der ära allegri-mäßiger taktik
Die Geduld mit einem vorsichtigen, auf Schadensbegrenzung ausgerichteten Spiel ist offenbar erschöpft. Cardinale hat dem neuen Trainer ein klares Mandat erteilt: Weg vom 3-5-2, hin zu einem dynamischen Angriffspiel mit einem starken, flexiblen Sturm. Das bedeutet frischen Wind und eine taktische Neuausrichtung, die das Publikum begeistern soll.
Die Suche nach einem Nachfolger für Stefano Pioli gestaltet sich intensiv. Namen wie Iraola tauchen auf, und die Tatsache, dass der Verein sich mit Rangnick in Österreich getroffen hat, deutet auf eine umfassende Überprüfung aller Optionen hin. Iraola, dessen Bournemouth in der Premier League für ein Pressing bekannt ist, das seinesgleichen sucht (ein PPDA-Wert von nur 9,9 – im Vergleich zu Milans 15 unter Allegri!), könnte genau der Mann sein, um dem Milan eine neue, aggressive Identität zu verleihen.
Die Zahlen lügen nicht: Unter Allegri war der Milan oft zu passiv und ließ den Gegner das Spiel diktieren. Cardinale will das ändern und setzt auf einen Trainer, der eine Mannschaft formt, die den Gegner früh unter Druck setzt und aktiv das Spiel bestimmt. Es geht darum, Chancen zu kreieren und zu verwerten, anstatt auf Konter zu spekulieren.
Die Verantwortlichen scheinen sich auf einen ausländischen Trainer zu einigen, was die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes des 3-5-2 weiter reduziert. Stattdessen könnte man eine Rückkehr zum bewährten Angriffstrio sehen, ähnlich wie in Piolis erfolgreichster Zeit. Die Herausforderung wird darin bestehen, diese taktische Neuausrichtung zu rechtfertigen und die damit verbundenen Höhen und Tiefen zu akzeptieren. Wer an die Zeiten des „kurzen Halses“ erinnert, sollte sich einmal Allegri’s Auftritt in Ferrara ansehen – und dann weiterschauen.
Die Revolution in Mailand hat begonnen. Ob sie gelingt, wird davon abhängen, ob der neue Trainer in der Lage ist, eine Mannschaft zu formen, die Cardinales Vision verkörpert: ein Milan, der offensiv, mutig und erfolgreich spielt.
