Como schießt sich in die champions league – pisa wartet seit 1991 auf einen auswärtssieg
21 Punkte holte Como in der Rückrunde – nur der FC Inter sammelte mehr. Am Sonntag kommt der Vorletzte Pisa ins Stadio Sinigaglia, und die Aufgabe klingt so einfach wie verräterisch: drei Punkte, um Platz vier zu konservieren, die Tür zur Champions League offen zu halten. Doch der Tabellenvierte trifft auf ein Team, das seit 33 Jahren auf einen Auswärtserfolg wartet.
Pisa hat seit 34 spielen nicht mehr auswärts gewonnen
Die Zahl ist ein Spiegelbild der Toskana-Tragödie: 17 Auswärtspartien, 8 Niederlagen, 9 Remis, kein Sieg – seit dem 3:2 in Parma am 10. November 1991. Trainer Kim Hellberg muss mit einem 3-5-2 antreten, weil ihm Alternativen fehlen. Nicolas im Tor, Caracciolo als Libero, Moreo und Meister in der Spitze – das ist keine Galaelf, sondern eine Notlösung mit Startnummern.
Como dagegen kann auf Fabregas’ Lieblingsformation 4-2-3-1 bauen. Douvikas als mobile Neun, Baturina als Zehner, der in den letzten fünf Spielen drei Tore vorbereitete. Der Zwerg mit dem großen Spielverständnis – Paz – soll die Lücken zwischen Pisas Ketten reißen. Die Quote spricht klar: Como ist seit neun Heimspielen ungeschlagen.

Juventus und roma atmen como in den nacken
Die Gefahr kommt nicht von hinten, sie ist schon da. Juventus trennt nur ein Punkt, Roma drei. Verliert Como, rutscht es vielleicht schon am Sonntagabend auf Rang sechs. Die Saison ist jung, die Nerven sind alt. Fabregas warnte vor „Übermut“ – ein Wort, das er sonst nur in Spanisch benutzt.
Pairetto pfeift, Meraviglia sitzt am VAR. Die Partie läuft bei DAZN, Kanal 214 für Sky-Kunden. Anpfiff 15:00 Uhr. Die Sonne wird über dem Comer See stehen, aber im Schatten der Tabelle herrscht Winter. Für Pisa ist es die letzte Kerze. Für Como der erste Schritt Richtung Luxus, den man sich 34 Kilometer nördlich von Mailen leisten will.
Wenn die Uhr 90 Minuten später steht, weiß man, ob die Serie endet – oder die Hoffnung.
