Comeback perfekt: semechin schwimmt nach baby-pause zurück!

Berlin bebte gestern, als Para-Schwimmerin Elena Semechin nach einer kurzen, aber intensiven Baby-Pause ihre Rückkehr in das Becken feierte. Die geborene Kämpferin zeigte bei den Para Swimming World Series in Berlin, dass sie trotz allem noch immer zu den Top-Athletinnen der Welt zählt – und das mit einem neuen, kleinen Fan an ihrer Seite.

Ein leben zwischen baby und paralympics: die herausforderung für semechin

Ein leben zwischen baby und paralympics: die herausforderung für semechin

Sieben Monate. So lange legte Elena Semechin eine Auszeit, um sich ganz ihrem Kind zu widmen. Eine Entscheidung, die sie nicht bereut, aber auch eine, die sie vor eine enorme Herausforderung stellt. Denn für Semechin ist klar: Sie will in zwei Jahren bei den Paralympics in Los Angeles um den Titel verteidigen. Ein ambitioniertes Ziel, das mehr als nur Training erfordert.

„Mein Baby hat meinen Körper verändert“, gesteht Semechin im Gespräch mit rbb|24. Und sie hat Recht. Die Schwangerschaft und die ersten Monate mit dem Kind haben ihre Spuren hinterlassen. Doch Semechin lässt sich nicht entmutigen. Sie arbeitet hart daran, ihre Form wiederzufinden – und das mit der Unterstützung ihres Ehemanns und Trainers Phillip Semechin.

Die Karriere der 32-Jährigen ist bereits jetzt bemerkenswert. Nach einer Diagnose von Morbus Stargardt, einer Erberkrankung, die ihr Sehvermögen stark beeinträchtigt, kämpfte sie sich zurück und gewann bereits zahlreiche Titel. Ihr Comeback nach einer Hirntumor-Diagnose im Jahr 2021 ist legendär. Und nun steht sie vor ihrer größten Herausforderung: Die Vereinbarkeit von Leistungssport und Mutterschaft.

„Es fühlt sich ein bisschen chaotisch an“, gibt Semechin ehrlich zu. „Ich bin hin und her gerissen: bin ich gut, bin ich schlecht? Mir fehlt die Übung, um das beim Rennen einzuschätzen.“ Aber ihre Entschlossenheit ist unerschütterlich. Mit der Hilfe von Familie, Freunden und einem gut organisierten Zeitplan will sie ihre Ziele erreichen.

Und Trainer Phillip Semechin weiß: „Klar hört man das immer von allen Seiten, aber man denkt, so schlimm wird es schon nicht sein. Tja, denkste! Dann ist es da, das kleine Ding und alles ist anders.“

Das große Ziel steht fest: Die Titelverteidigung in Los Angeles. Und Semechin ist bereit, dafür alles zu geben. Denn sie weiß: „Ich mich weiter in die Rolle eingewöhnen: Leistungssport, Mama-Leben, Business-Frau. All das will ich unter einen Hut bekommen.”