Christian horner spricht erstmals über seinen rauswurf bei red bull – die hintergründe

Horner bricht sein schweigen in „drive to survive“

Nachdem es seit seiner überraschenden Entlassung bei Red Bull im Juli 2025 ruhig um Christian Horner geworden war, äußert er sich in der neuen Staffel der Netflix-Doku „Drive to Survive“ erstmals detailliert zu den Ereignissen. Er enthüllt, wie er den Rauswurf aus seiner Sicht erlebt hat und wer seiner Meinung nach dafür verantwortlich ist. Die Aussagen, die ab Freitag abrufbar sind, wurden bereits vorab von The Telegraph zitiert.

Mintzlaff und marko als hauptverantwortliche

Mintzlaff und marko als hauptverantwortliche

Horner macht Oliver Mintzlaff, den Geschäftsführer des Red Bull Konzerns, für seine Entlassung verantwortlich. Er vermutet, dass Helmut Marko im Hintergrund eine beratende Rolle spielte. „Ich denke, diese Entscheidung wurde von Oliver Mintzlaff getroffen, wobei ihn Helmut Marko aus dem Hintergrund beraten hat“, so der 52-Jährige. Der Rauswurf erfolgte nur zwei Tage nach dem Großen Preis von Großbritannien, bei dem Max Verstappen trotz Pole Position nur Fünfter wurde.

Veränderungen innerhalb des konzerns nach dem tod von mateschitz

Horner sieht einen Zusammenhang mit dem Tod des Red Bull Gründers Dietrich Mateschitz. „Letztendlich haben sich die Dinge innerhalb des Unternehmens, innerhalb der Gruppe verändert. Der Gründer starb, und nach Dietrichs Tod wurde mir wahrscheinlich zu viel Kontrolle zugeschrieben“, erklärt er. Er gesteht, ein „echtes Gefühl von Verlust und Schmerz“ zu empfinden, da alles „ziemlich plötzlich“ kam und er keine Gelegenheit hatte, sich angemessen zu verabschieden.

„Mir wurde etwas weggenommen, das mir sehr viel bedeutete“

Der ehemalige Teamchef betont, dass ihm etwas sehr Wichtiges genommen wurde. Seine Reaktion auf die Entlassung beschreibt er drastisch: „Natürlich ist die unmittelbare Reaktion, wenn man so ein Shit Sandwich serviert bekommt, zu sagen: Ft euch“. Ein „Shit Sandwich“ bezeichnet eine negative Botschaft, die in positiven Worten verpackt ist. Er betont, dass er nie mit einer solchen Situation gerechnet habe.

Verstappens rolle und die reaktion von toto wolff

Horner verneint, dass Max Verstappenoder dessen Vater Jos Verstappen in irgendeiner Weise für seinen Rauswurf verantwortlich waren. Er räumt ein, dass Jos Verstappen nie sein größter Fan war, glaubt aber nicht, dass dies eine Rolle gespielt habe. Interessant ist auch die Reaktion von Toto Wolff, dem Mercedes-Motorsportchef, die Horner in einer Textnachricht vorliest: „Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Denn einerseits warst du ein echtes A*loch. Andererseits wird der Sport einen seiner Hauptakteure vermissen. Gegen wen soll ich kämpfen?“

Blick in die zukunft: plant horner ein comeback?

Was Horner in Zukunft plant, bleibt offen. Er deutete jedoch an, dass er noch nicht mit der Formel 1 fertig sei: „Ich habe das Gefühl, dass ich in der Formel 1 noch unerledigte Aufgaben habe.“ Allerdings betonte er, dass er nur für ein Team zurückkehren würde, das gewinnen kann. Horner und Wolff haben mit ihren Teams in den letzten 15 Jahren 14 Weltmeisterschaften gewonnen, was ihre Rivalität unterstreicht.