Chivu triumphiert: mourinho gratuliert seinem "kind"

Ein unerwarteter Aufstieg, ein Team am Boden, eine Welle der Kritik – und dann ein fulminanter Triumph. Cristian Chivu, einst unter José Mourinho im legendären Triplespieler des Inter Mailand, hat mit seinem Team die Meisterschaft gewonnen und damit für Aufsehen gesorgt. Mourinho selbst zeigte sich begeistert und erinnerte sich an die Anfänge des jungen Rumänen. Es ist eine Geschichte von Entschlossenheit, harter Arbeit und einer gehörigen Portion Glück.

Die überraschung des jahres: chivu führt inter zum scudetto

Die überraschung des jahres: chivu führt inter zum scudetto

Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz: Cristian Chivu, der ehemalige Verteidiger und Kapitän, hat in seiner ersten Saison als Cheftrainer die Serie A mit Inter Mailand gewonnen. Eine Leistung, die ihm einen Platz in die Annalen des italienischen Fußballs sichert. Er reiht sich damit in eine illustre Riege ein, zu der Legenden wie Árpád Weisz und Alfredo Foni gehören – und natürlich José Mourinho selbst, der 2008/09 mit Inter ebenfalls den Titel holte. Die 'Scudetto'-Feierlichkeiten sind in vollem Gange, doch Chivu blickt bereits nach vorne.

Was die Erfolgsgeschichte noch bemerkenswerter macht, ist der schwierige Start in Chivus Trainerkarriere. Nach dem Ausscheiden von Simone Inzaghi übernahm er ein Team, das moralisch am Boden lag. Ein katastrophaler Monat mit dem Ausscheiden aus der Serie A, dem Coppa Italia und einer deutlichen 0:5-Niederlage gegen Paris Saint-Germain in der Champions League Finals schien das Aus nahtlos zu machen. Selbst das Ausscheiden gegen Fluminense im Mundial de Clubes trug nicht dazu bei, die Stimmung zu verbessern. „Nach wenigen Spielen wurde erwartet, dass ich entlassen werde“, erinnert sich Chivu.

Doch Chivu bewies, dass er aus Fehlern lernt. Er nutzte die schwierige Situation, um eine neue Dynamik in das Team zu bringen. „Der Verdienst ist von diesen Spielern, die die Narrative des vergangenen Jahres, die Enttäuschung und die Hänseleien ertragen mussten“, betonte er nach dem gewonnenen Titel. Seine Fähigkeit, sein Team zu motivieren und zu führen, hat ihn schnell zu einem gefeierten Trainer gemacht.

Die Einschätzung von „The Special One“: José Mourinho, der Chivu einst als Spieler betreute, zeigte sich außerordentlich stolz: „Ich freue mich, dass er die Meisterschaft gewinnen konnte. Als ich ihn trainierte, dachte ich nie, dass er Trainer werden würde. Er wirkte nicht dafür bestimmt, aber er war intelligent, hat studiert und sich seinen Weg erarbeitet.“

Giuseppe Marotta, der Präsident von Inter, unterstreicht die Bedeutung von Chivu für den Verein: „Es war eine mutige Entscheidung, ihn zu verpflichten. Ihm fehlte Erfahrung, aber er war Teil des Triplespieler-Teams, er war Kapitän des Ajax mit 21 Jahren und hat die Meisterschaft mit der Primavera gewonnen. Er hat außergewöhnliche Qualitäten und sollte noch viele Jahre im Inter bleiben.“

Walter Zenga, eine Inter-Legende, sieht in Chivu eine Synthese verschiedener erfolgreicher Trainer: „Er ist die Synthese von drei großen Trainern: Mourinho für seinen unifizierenden Stil, Ranieri für seine externe Kommunikation und Spalletti für sein Spielmanagement in bestimmten Situationen.“

Nur Armando Castellazzi, der sowohl als Spieler als auch als Trainer die Meisterschaft mit Inter feierte, erreichte diese Leistung zuvor. Chivu hat nun das Ziel, auch noch den Coppa Italia zu gewinnen. Die Finalpartie gegen Lazio Rom am 12. Mai im Olympiastadion verspricht Spannung pur. Ob er dabei Mou's Rekord nachahmen kann, der in seiner ersten Saison sowohl die Meisterschaft als auch den Pokal gewann, bleibt abzuwarten.

„Es ist richtig, dass die Jungs die Feierlichkeiten genießen und die Zuneigung der Fans spüren“, erklärt Chivu. „Ich war selbst im Umkleideraum, um eine Zigarette zu rauchen. Aber ich bin nicht naiv: Ich denke bereits an das Coppa-Finale.“