China tankt heimlich: sanktionierte ölquellen füllen lager auf!
Während der Nahost-Konflikt die Welt in Atem hält und die Energiepreise in die Höhe schnellen, hat china einen überraschenden Schachzug vollzogen. Das Land stockt massiv seine Ölreserven auf – und das mit Rohöl, das unter Sanktionen steht und vor allem aus Russland und dem Iran stammt. Ein System aus kleinen, privaten Raffinerien spielt dabei eine Schlüsselrolle und ermöglicht es china, die Produktion aufrechtzuerhalten.
Krise als chance: wie china die energieknappheit nutzt
Die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten haben die ohnehin angespannte Energieversorgung weiter verschärft. Die Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und dem Iran, sowie die gegenseitigen Angriffe auf den Golfraum, lassen die Preise für wichtige Energierohstoffe explodieren. Während andere Länder bereits unter den Folgen leiden – von Produktionsrückgängen in Asien bis hin zu steigenden Kraftstoffpreisen in Europa – scheint china bestens vorbereitet zu sein.
Das Land setzt auf eine Kombination aus strategischen Ölreserven und der Beschaffung von Rohöl aus Ländern, die international Sanktionen unterliegen. Dabei profitieren vor allem Russland und der Iran, die ihre Öllieferungen an china weiter ausweiten konnten. Die Zahlenspiele sind beeindruckend: Im März importierte china durchschnittlich 10,19 Millionen Barrel Rohöl pro Tag, was zwar leicht unter den 11,51 Millionen Barrel im Februar liegt, aber immer noch über dem jährlichen Durchschnitt von 10,41 Millionen Barrel liegt. Ein erheblicher Teil – rund 1,4 Millionen Barrel – stammt aus dem Iran.
Besonders interessant ist die Rolle der sogenannten „Teapot Raffinerien“. Diese kleinen, privaten Raffinerien, vor allem in der Provinz Shandong gelegen, übernehmen einen Großteil der Verarbeitung des sanktionierten Rohöls. Große, staatliche Konzerne scheuen das Risiko und die Reputationsschäden, die mit der Verarbeitung von sanktioniertem Öl verbunden sind. Die „Teapot Raffinerien“ sind daher unverzichtbar für die Nutzung der von China erworbenen Öllieferungen. Allerdings sinkt ihre Produktionskapazität mit steigenden Ölpreisen.
Die chinesische Regierung hat damit rund 1,2 Milliarden Barrel an Ölreserven angesammelt – genug für etwa 109 Tage Importe. Der Aufbau dieser Reserven, der durch den Erwerb von Öl aus Russland und anderen Ländern ermöglicht wurde, zeigt, dass China die aktuelle Energiesituation als Chance begreift, seine strategische Position zu stärken. Eine Strategie, die im globalen Kontext für Aufsehen sorgt.

Flotten im schatten: ein riskantes spiel
Ein weiterer Aspekt dieser Strategie ist der Einsatz sogenannter „Shadow Flotten“. Dies sind nicht versicherte Schiffe, die Öl aus sanktionierten Ländern transportieren und so der Aufsicht entgehen. Diese Praxis birgt erhebliche Risiken, ermöglicht China jedoch den Einkauf zu günstigen Preisen und die Umgehung internationaler Handelsbeschränkungen. Die USA haben ihre Sanktionspolitik zugunsten Russlands gelockert, was zu einer leichten Abnahme der russischen Öllieferungen nach China führte. Dennoch bleibt der Handel ein wichtiger Pfeiler der Energiesicherheit Chinas.
