Chelsea klopft: bvb-talent el mala steht auf dem radar der blues

London ruft, Dortmund zuckt zusammen. Im neuen Podcast-Format „True or Not True“ bestätigt Christian Falk, dass Chelsea FC ein Auge auf Said El Mala geworfen hat – und sofort kocht die Gerüchteküche im Ruhrpott hoch.

Warum der 19-jährige plötzlich heiß begehrt ist

El Mala, erst im Winter aus der U23 in den Bundesliga-Kader befördert, spielte sich in drei Kurzeinsätzen mit seiner Mischung aus Tempodribbling und Raumdeutung ins Scheinwerferlicht. Die Blues-Scouts sollen vor allem das 1:1 in München notiert haben, als der Marokkaner in der 78. Minute den Ausgleich vorbereitete und dabei Joshua Kimmich alt aussehen ließ.

Max Möbus warf im Gespräch mit Falk sofort die Frage auf: „Wie lange hält der BVB einen Spieler, den Premier-League-Seilschaften bereits mit 15-Millionen-Klauseln umkreisen?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Keine Ausstiegsklausel, dafür ein Vertrag bis 2028 und ein Handschlag zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und El Mala, dass man gemeinsam die Champions-League-Tickets lösen will.

Doch die Causa hat einen Haken. Chelsea plant nach Mauricio Pochettinos Vorgabe einen Under-21-Refresh und will künftig nur noch Talente unter 20 Jahren mit Resell-Value verpflichten. El Mala passt ins Raster, doch Dortmund hat intern 40 Millionen Euro als Preisschild installiert – ein Betrag, den die Londoner erst einmal durch Spielerabgänge erwirtschaften müssten.

Was der bvb jetzt wirklich plant

Was der bvb jetzt wirklich plant

Intern heißt es, man wolle El Mala nicht verkaufen, sondern aufbauen. Edin Terzic hat dem Offensivmann für die neue Saison einen Stammplatz im rechten Halbraum in Aussicht gestellt. Das Konzept: Donyell Malen und Karim Adeyemi sollen außen für Torgefahr sorgen, El Mala als freier Zeitspieler zwischen den Linien den Rhythmus bestimmen.

Die Strategie ist riskant. Denn Chelsea hat bereits Data-Analysten nach Dortmund geschickt, die El Malas Sprintwerte und Pass-Karten auswerten. Die Blues verfügen über ein Partnernetzwerk mit Strasbourg und Racing Club, über das sie Talente zirkulieren und so die Preise drücken können. Die Botschaft: Wer drei Jahre wartet, zahlt weniger.

Für El Mala selbst heißt es: Entscheidung bis Sommer. Der Spielerberater Moussa Sissoko hat klargestellt, dass sein Klient nicht auf der Bank versauern will. Eine Leihe nach Strasbourg, finanziert durch Chelsea, wäre denkbar. Der BVB wiederum bietet Perspektive und Spielzeit, aber eben auch Druck, denn bei Jamal Musiala und Florian Wirtz verpasste man zuletzt den Sprung an die Spitze.

Die Zahmen vom Signal Iduna Park stehen vor einem Dilemma: Jetzt verkaufen und 15 Millionen plus kassieren, oder zocken und auf den nächsten Jude Bellingham hoffen. Die Uhr tickt. Am 15. Juni öffnet das Transferfenster, dann entscheidet sich, ob El Mala in Schwarz-Gelb bleibt oder Blau wird. Die Wette: Wer zuerst blinkt, verliert.