Champions-league-traum zerplatzt: alba berlin verpasst halbfinale!
Berlin hat dramatisch die Chance auf das Champions-League-Halbfinale verpasst. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Unicaja Malaga ist für Alba Berlin die Titelverteidigung in der FIBA Champions League endgültig Geschichte. Ein bitteres Ende einer Saison, in der die Hauptstädter so oft die Nase vorn hatten, doch am Ende stets das Nachsehen.
Kayils ausnahmespiel reicht nicht zum sieg
Das Spiel in Malaga war ein Auf und Ab der Gefühle. Jack Kayil zeigte eine beeindruckende Leistung und erzielte 25 Punkte, darunter eine furiosen Aufholjagd im letzten Viertel. Seine Leistung, insbesondere in den entscheidenden Minuten, ließ Malte Delow staunen: „Mit was für einer Selbstverständlichkeit er das macht und wie er in solchen Spielen einfach übernimmt, das habe ich bei jemandem in seinem Alter noch nicht erlebt.“ Doch trotz seiner Bemühungen und eines möglichen And-1-Fehlentscheids durch die Schiedsrichter, der das Spiel hätte wenden können, reichte es am Ende nicht.
Die erste Begegnung in Berlin endete ebenfalls knapp mit 85:88 nach Verlängerung, während Malaga auswärts mit 72:69 die Oberhand behielt. Alba präsentierte sich zwar auf Augenhöhe mit dem zweifachen Titelverteidiger, doch die Konstanz fehlte. Es war mal wieder ein enges Spiel, das Alba Berlin verloren ging – eine bittere Wiederholung der knappen Niederlagen gegen Oldenburg, im Pokalfinale gegen AEK Athen und in der Liga.

Mehr als nur pech: die schwächen werden offenbar
Liegt es am Pech? Oder fehlt Alba Berlin schlichtweg die nötige Qualität, um in entscheidenden Momenten die entscheidenden Punkte zu erzielen? Die Frage stellt sich, nachdem die Mannschaft Anfang des Jahres scheinbar jedes enge Spiel für sich entscheiden konnte. Gegen Malaga wurde deutlich, dass neben Kayil ein weiterer kreativer Spieler und Scorer fehlt, dem man den Ball einfach mal in die Hand drücken kann. Bei Malaga war das Kendrick Perry, der zwar auch Höhen und Tiefen hatte, aber im dritten Viertel den entscheidenden Ausschlag gab.
Die Spanier neutralisierten die Rebound-Stärke der Berliner und nutzten Mismatches in der Zone konsequent aus. Auch die stabile Halbfeld-Defense von Malaga trug maßgeblich zum Erfolg bei. „Wir hatten hier und da schlechte Phasen und müssen versuchen, die Extreme auszuschließen“, kommentierte Delow die Leistung seiner Mannschaft.
Pedro Calles, der Trainer, war sichtlich frustriert:
