Champions league: kann bayern nach hinspiel-klatschen noch paris bezwingen?

München steht vor einem Kraftakt. Nach dem dramatischen 4:5 im Hinspiel gegen Paris Saint-Germain gegen die Wand gespielt zu haben, muss der FC Bayern München im Rückspiel der Champions League-Halbfinale eine Sensation schaffen. Die Ausgangslage ist düster, die Geschichte spricht gegen ein Comeback – doch im Fußball ist alles möglich, besonders wenn es um die Königsklasse geht.

Die zahlen sprächen eine deutliche sprache

16 K.o.-Spiele in der Champions League hat der deutsche Rekordmeister bereits verloren. In zwölf dieser Begegnungen bedeutete die Hinspiel-Niederlage das vorzeitige Aus. Nur viermal gelang es den Bayern, den Rückstand wettzumachen, zuletzt in der Saison 2023/24 gegen Lazio Rom. Die Bilanz im Halbfinale ist noch besorgniserregender: In fünf von fünf Fällen war nach einer Hinspiel-Niederlage Endstation – immer gegen spanische Klubs. Das allein sollte dem Münchner Team genügend Ansporn liefern.

Kimmich mahnt zur demut

Kimmich mahnt zur demut

Die Erinnerungen an vergangene Fehlleistungen sind noch frisch. 2000 scheiterte man an Real Madrid, obwohl man das Hinspiel noch gewonnen hatte. 2014 kassierte man eine historische 0:4-Pleite im Bernabéu, die Trainer Pep Guardiola öffentlich zur „größten Scheiße“ seines Lebens nannte. Auch 2015 gegen Barcelona und 2016 gegen Atlético Madrid waren die Hoffnungen im Rückspiel früh zerstört. Und 2018 verabschiedete sich Jupp Heynckes mit einer knappen Niederlage gegen die Königlichen. Der Druck ist enorm, die Aufgabe scheint fast unmöglich.

„Früher wären wir in solchen Situationen weggebrochen“, betonte Joshua Kimmich. „Aber wir sind eine andere Mannschaft. Wir haben gelernt, mit Rückschlägen umzugehen und bis zum Schluss zu kämpfen.“ Das ist die richtige Einstellung, denn die Bayern brauchen mehr als nur Kampfgeist, um gegen PSG zu bestehen. Sie brauchen eine taktische Meisterleistung, eine perfekte Leistung von Manuel Neuer und eine Prise Glück.

Das finale in budapest winkt

Das finale in budapest winkt

Dennoch ist die Hoffnung auf das Finale in Budapest am 30. Mai noch nicht gänzlich erloschen. Die Auswärtstorregel gibt es nicht mehr, was die Partie spannender macht. Ein Tor für Bayern würde zumindest Verlängerung und eventuell ein Elfmeterschießen bedeuten. Die Fans in der Allianz Arena dürfen sich auf ein dramatisches Spiel freuen – eines, das in die Geschichte der Champions League eingehen könnte. Ob Bayern tatsächlich die Kurve bekommt, wird sich zeigen. Eines ist jedoch sicher: Aufgeben ist keine Option.