Chacarra fliegt vor us-open-playoff nach europa – pga-traum geht vor sofortgewinn

Eugenio López Chacarra stand am Montag in Dallas nur ein Birdie vom US Open entfernt, drehte sich um und steuerte direkt zum Flughafen. Der Madrilene verpasste die Playoff-Qualifikation für das dritte Major des Jahres, weil er lieber rechtzeitig in Brüssel landete – und seine einzige echte Chance auf die PGA Tour 2025 wahrt.

Par reichte nicht, ein flug wartete

Sechs Spieler lieferten sich nach 36 Löchern ein Sudden-Death um die letzte der neun Startplätze. Chacarra brachte mit drei unter Par eine solide Karte, musste aber mit einem Par auf der ersten Playoff-Bahn zusehen, wie Caleb Surrett – Teamkollege von Jon Rahm bei der Legión XIII – mit Birdie das Ticket löste. Noch offen waren zwei Reserveplätze, doch der 23-Jährige tauchte nicht mehr auf.

Grund: Der Anschlussflug nach Europa. Wer Atlanta oder Dallas Richtung Brüssel verlässt, verliert einen kompletten Tag – und genau den braucht Chacarra, um sich auf dem Soudal Open vorzubereiten. Das belgische Turnier zählt zur Race to Dubai, und dort kämpfen die besten 15 der Jahreswertung um PGA-Karten für 2025. Chacarra liegt aktuell in dieser Zone, jeder Punkt zählt doppelt.

Tulsa-kenntnis statt englischer autobahn

Tulsa-kenntnis statt englischer autobahn

Kritische Stimmen fragten, warum er sich für das texanische Qualifikationsfeld anmeldete und nicht für das nahe gelegene Walton Heath in England – kürzere Anreise, weniger Jetlag. Seine Antwort auf X: „Der Platz in Dallas passt besser zu meinem Spiel, ich habe zwei Jahre in Tulsa gelebt und kenne die Grüns.“

Die Rechnung ist kühl: Ein Start beim US Open wäre Prestige, aber keine Garantie für eine Karte. Die Top-15 der DP World Tour dagegen sind ein klar definierter Weg. Wer im November auf der falschen Seite der Cut-Linie landet, darf nächstes Jahr wieder von null beginnen – Chacarra will dieses Risiko nicht eingehen.

Also sitzt er jetzt in der Luft Richtung Brüssel, während andere in Texas vielleicht noch immer Löcher um Löcke spielen. Seine Entscheidung lautet: Lieber sicher punkten als einmal strahlen. Wenn er in Belgien unter die besten fünf kommt, dürfte der US-Open-Ausflug schnell vergessen sein.