Ceuta startet 2.000-kilometer-doppelpack: gegen burgos und eibar ohne heimat

Ceuta spielt diese Woche zweimal Auswärts, aber keine Sekunde daheim. Erst am Mittwoch um 20 Uhr in Burgos, dann am Sonntag in Ipurua – zusammen 2.000 Straßenkilometer, die das Team erst am Montag wieder vor das eigene Stadion führen. Der Klub verwandelt die Segunda also kurzerhand in eine mobile Mini-Preseason.

Die Logik dahinter ist so schlicht wie rasant: Beide Gegner, Burgos und Eibar, gehören seit der Winterpause zu den heimstärksten Mannschaften der Liga. Wer da zweimal innerhalb von fünf Tagen durch die Luft flattert, verliert mehr Energie als Punkte. Also bleibt Ceuta unten, schläft in spanischen Hotels statt im eigenen Bett und reduziert Reibung auf ein Minimum.

Verletzte sind teil des gepäcks

Verletzte sind teil des gepäcks

Trainer José Juan Romero nahm sogar die Angeschlagenen mit – außer Salvi Sánchez. Kuki Zalazar, Anuar und Marc Domnènech trainieren bereits mit der Gruppe, aber ob sie spielen dürfen, entscheidet sich kurzfristig. Romero schielt schon auf den Mittwoch: Kuki soll gegen Burgos die erste Halbzeit kriegen, Anuar und Marc könnten in Ipurua folgen. Das Risiko ist kalkuliert, denn die Tabellenlage erlaubt plötzlich mehr als bloßes Überleben.

Ceuta hat den virtuellen Klassenerhalt schon in der Tasche. Jetzt geht’s ums große Kalkül: Bei sechs Punkten aus diesen beiden Partien würde der Klub mit einem Bein in den Playoff-Kampf stehen. Die Statistik spricht gegen sie – beide Stadien gelten als Festungen –, aber die Tabelle spricht plötzlich mit ihnen. Und wer 2.000 Kilometer schluckt, schluckt auch ein bisschen Mut.

Am Montag werden sie wieder vor dem Estadio Alfonso Murube stehen, entweder als Außenseiter mit Playoff-Aroma oder als Truppe, die eben nur noch gute Erinnerungen mitnimmt. Spanische Segunda ist eben auch ein bisschen Rechnen auf Rädern.